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Die US-Börsenterminkontrakte eröffneten am Montag schwächer, während Anleger die Entwicklungen rund um den Iran-Deal verarbeiten und auf eine wichtige Inflationskennzahl später in dieser Woche blicken. Die S&P 500-Futures verloren 0,36 Prozent und die Nasdaq 100-Futures gaben 0,24 Prozent nach.

Damit startet die Wall Street in die Woche mit negativen Vorzeichen, trotz des starken Endspurts der letzten Woche.
Der Markt befindet sich zwischen zwei großen Kräften. Auf der einen Seite sinkt das geopolitische Risiko aufgrund der Hoffnung auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Auf der anderen Seite kehrte die Angst vor Zinserhöhungen zurück, ausgelöst durch den strengen Ton der Federal Reserve.
Der Ölpreis fiel am Montag, nachdem die Vermittler Katar und Pakistan mitteilten, dass sich amerikanische und iranische Vertreter auf einen Fahrplan zu einem endgültigen Abkommen innerhalb von 60 Tagen geeinigt haben.
Brent fiel auf etwa 78,57 Dollar pro Barrel, nachdem er zuvor im asiatischen Handel gestiegen war. Der US-WTI-Ölpreis notierte bei etwa 77,52 Dollar pro Barrel, womit ein vorheriger Anstieg von 3 Prozent größtenteils verpuffte.

Niedrigere Ölpreise verringern die Wahrscheinlichkeit eines neuen Inflationsschocks. Bleiben die Energiepreise unter Kontrolle, verringert sich der Druck auf die Zentralbanken und Aktien, Bitcoin (BTC) sowie andere risikoreiche Anlagen gewinnen an Spielraum.
Der Grund ist die US-Zentralbank. Nach der strengen Zinsentscheidung der letzten Woche rechnen Anleger erneut mit einer Zinserhöhung noch in diesem Jahr.
Laut Markt könnte die erste Erhöhung bereits im Oktober erfolgen. Das ist eine deutliche Wende. Zu Beginn des Jahres rechneten Anleger noch mit Zinssenkungen. Jetzt dreht sich die Diskussion wieder um hartnäckige Inflation, starke wirtschaftliche Aktivität und die Frage, ob die US-Zentralbank erneut eingreifen muss.
Deshalb ist die PCE-Inflationskennzahl am Donnerstag entscheidend. Der PCE-Index ist das bevorzugte Inflationsmaß der US-Zentralbank. Ökonomen erwarten, dass er im Mai im Vergleich zu April gestiegen ist.
Fällt diese Zahl zu hoch aus, hat die Zentralbank mehr Spielraum, streng zu bleiben. Fällt sie besser aus als erwartet, könnte der Markt wieder beginnen, Zinserhöhungen auszupreisen.
In Asien zeigte sich ein gemischtes Bild. Japan fiel positiv auf. Der Nikkei 225 stieg um fast 2 Prozent und durchbrach die Marke von 72.000 Punkten auf ein neues Rekordhoch. Auch der breitere Topix legte zu.
Südkorea zeigte ebenfalls eine positive Entwicklung, mit einem Anstieg von 1,22 Prozent für den Kospi. Der kleinere Kosdaq stand hingegen unter Druck. Hongkong verlor deutlich, während der chinesische CSI 300 leicht im Plus endete.
Das zeigt, dass Investoren nicht massenhaft Risiken abbauen. Die KI- und Chiprally bleibt in Teilen Asiens stark genug, um neue Rekorde zu tragen. Gleichzeitig bleibt der Markt selektiv und sensibel gegenüber Zinsen, Dollar und Geopolitik.
In den kommenden Tagen dreht sich alles um die Frage, ob der Markt mit seiner Zinsfurcht richtig liegt. Ein höher als erwartetes PCE-Ergebnis könnte den Dollar weiter stärken, die Zinsen in die Höhe treiben und Druck auf die Finanzmärkte ausüben.
Ein positives Ergebnis könnte genau das Gegenteil bewirken. Dann nimmt die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen ab, der Dollar könnte an Boden verlieren und es entsteht neuer Raum für eine Erholungsrally.
Damit wird der Donnerstag zum eigentlichen Test der Woche. Dann wird sich zeigen, wie der Markt auf die wichtige PCE-Zahl reagieren wird.
Die USA und der Iran machen Fortschritte bei Gesprächen und wollen die Straße von Hormus offenhalten. Der Ölpreis sank, Brent fiel unter 80 Dollar.
Trotz iranischer Schließungsansprüche passieren weiterhin Öltanker die Straße von Hormus. Täglich passieren Millionen Barrel Öl.
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