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Die US-Futures tendieren heute leicht fester, nachdem Wall Street am Vortag durch die neuen Spannungen zwischen den USA und Iran unter Druck geraten war. Die Futures auf den S&P 500 legten um 0,21 Prozent zu, während die Dow-Futures rund 0,17 Prozent höher notierten. Auch die Futures auf den Nasdaq 100 lagen mit 0,22 Prozent im Plus.

Damit versucht der Markt, sich von der Verkaufswelle am Mittwoch zu erholen. Die zentrale Frage bleibt jedoch dieselbe: Wie stark steigt der Ölpreis, wenn die Lage um Iran weiter eskaliert?
Die USA haben am Mittwoch erneut Angriffe auf Iran ausgeführt. Nach Angaben des U.S. Central Command handelte es sich um Vergeltung für iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der Nähe der Straße von Hormus.
Donald Trump hatte zuvor erklärt, die Waffenruhe mit Iran sei „vorbei“. Später fügte er hinzu, er sei möglicherweise nicht länger an Verhandlungen mit Teheran interessiert.
Das setzte die Märkte umgehend unter Druck. Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Energierouten der Welt. Wenn Anleger fürchten, dass Ölexporte aus dem Persischen Golf gestört werden, steigt die Risikoprämie im Ölpreis schnell.
WTI-Öl notierte am Donnerstag erneut knapp 1 Prozent höher.
Für Anleger besteht das Problem nicht nur im steigenden Ölpreis. Das größere Risiko liegt darin, dass höhere Energiepreise die Inflation erneut anheizen. Das könnte die Federal Reserve dazu zwingen, die Zinsen länger auf hohem Niveau zu halten.
Die Protokolle der Fed-Sitzung im Juni zeigten bereits, dass die Notenbank gespalten ist. Die Währungshüter wollen zunächst überzeugende Belege dafür sehen, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung des Zielwerts bewegt, bevor Zinssenkungen infrage kommen.
Ein neuer Ölpreisschock würde das erschweren. Deshalb gerieten vor allem zinssensitive Marktsegmente unter Druck. Der Dow verlor am Mittwoch 576 Punkte, während der S&P 500 um 0,28 Prozent nachgab.
Auffällig war, dass der Nasdaq dennoch leicht höher schließen konnte. Ausschlaggebend war vor allem die Erholung bei Nvidia und anderen Chipwerten. Das zeigt, dass der KI-Trend den Markt weiterhin stützt, selbst wenn die geopolitischen Risiken zunehmen.
Fraglich ist allerdings, ob das ausreicht. Sollten Ölpreis und Zinsen weiter steigen, könnte auch die KI-Rally unter Druck geraten. Hohe Bewertungen reagieren empfindlich, wenn der Abzinsungssatz steigt.
In Asien zeigte sich ein gemischtes Bild, in Südkorea zugleich auffallend volatil. Der Kospi stieg zunächst um fast 3 Prozent, gab diesen Kursanstieg anschließend aber vollständig wieder ab. Japanische Aktien notierten dagegen höher.

Das deutet darauf hin, dass Anleger noch nicht in Panik verfallen sind. Sie kaufen weiterhin Rücksetzer, solange der Schaden begrenzt bleibt und das Gewinnwachstum robust erscheint.
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