Die US-amerikanischen Aktienmärkte sind mit Kursgewinnen gestartet, während Anleger politische Unruhen in Washington gegen starke Unternehmenszahlen abwägen. Der Fokus liegt auf den zunehmenden Spannungen rund um einen möglichen Government Shutdown und neue Handelstarife, doch der Markt zeigt sich vorerst widerstandsfähig. Insbesondere Rohstoff- und Versorgungsunternehmen trugen zum positiven Start bei.
Börsen starten mit Kursgewinnen trotz politischer Risiken
Der S&P 500 eröffnete mit einem Plus von etwa drei Zehntelprozent, angeführt von Rohstoff- und Versorgungsunternehmen. Besonders Bergbauunternehmen profitierten von steigenden Edelmetallpreisen. Aktien von Freeport-McMoRan und Newmont gehörten zu den größten Gewinnern. Der Technologieindex Nasdaq 100 legte leicht zu, während auch der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von drei Zehntelprozent startete.
Gleichzeitig bleibt die politische Lage in Washington ein bedeutender Risikofaktor. Die Wahrscheinlichkeit eines Government Shutdowns in den USA steigt, da Demokraten die Finanzierung des Department of Homeland Security blockieren wollen. Die Spannungen nahmen weiter zu, nachdem Republikaner eine Untersuchung des tödlichen Schusses auf einen Demonstranten durch Bundesagenten in Minneapolis am vergangenen Wochenende forderten.
Fokus verlagert sich von Tech auf zyklische Aktien
Laut Strategen der Deutschen Bank verlagern Anleger ihr Kapital zunehmend von großen Technologieunternehmen hin zu zyklischen Sektoren und Rohstoffen. Diese Rotation deutet darauf hin, dass der Markt breiter abgestützt ist. Auch JPMorgan beobachtet, dass das Gewinnwachstum in diesem Quartal nicht mehr nahezu ausschließlich aus dem Technologiesektor stammt, sondern sich auf mehrere Sektoren verteilt.
Gleichzeitig verarbeiteten die Anleger neue makroökonomische Daten. Die Bestellungen langlebiger Güter und Investitionsgüter fielen besser aus als erwartet. Später in dieser Woche richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve. Der Markt geht davon aus, dass die Zentralbank den Zinssatz unverändert lässt.
Darüber hinaus sorgten Nachrichten aus Washington für eine auffällige Kursbewegung. Die Trump-Regierung kündigte an, in die US-amerikanische Firma USA Rare Earth zu investieren. Der Aktienkurs des Produzenten von magnetischen Mineralien stieg daraufhin deutlich an.
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