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Die US-Börsenfutures notieren am Donnerstag leicht im Plus, nachdem die Wall Street erneut Rückenwind von besser als erwarteten Inflationsdaten, sinkenden Renditen und starken Unternehmenszahlen erhalten hat. Anleger hoffen deshalb auf eine Fortsetzung des positiven Trends, auch wenn die deutlichen Verluste bei asiatischen Chipwerten zeigen, dass nicht alle Marktsegmente gleichermaßen stabil bleiben.
Die Dow-Futures legten um rund 50 Punkte zu. Auch die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 liegen leicht im Plus.
In Asien gerieten Chipaktien deutlich unter Druck. Der südkoreanische Kospi verlor mehr als 7 Prozent, der Kosdaq gab 5 Prozent nach. Auch japanische Aktien standen spürbar unter Druck.
Die Erleichterung an der Wall Street geht vor allem auf den US-Erzeugerpreisindex zurück. Er fiel niedriger aus als erwartet und stützte die Einschätzung, dass der Inflationsdruck nachlässt.
Niedrigere Inflationsdaten verschaffen der US-Notenbank mehr Spielraum, die Zinsen vorerst unverändert zu lassen. Nach den zuvor moderaten Verbraucherpreisdaten setzt sich zunehmend die Erwartung durch, dass eine Zinserhöhung im Juli unwahrscheinlicher geworden ist.
Auch der Rückgang der US-Renditen hilft. Niedrigere Renditen sind günstig für Wachstumswerte, weil künftige Gewinne in den Bewertungsmodellen der Anleger höher angesetzt werden. Davon profitierten vor allem große Technologiekonzerne.
Auch die Berichtssaison liefert Unterstützung. Große US-Banken legten starke Zahlen vor und zeigten, dass das Gewinnwachstum weiterhin intakt ist. Das bildet ein wichtiges Gegengewicht zur makroökonomischen Unsicherheit.
Der Markt kann vieles verkraften, solange die Unternehmen liefern. Steigen die Gewinne weiter, können Anleger geopolitische Spannungen, Risiken am Ölmarkt und Zinssorgen leichter ausblenden.
Das funktioniert allerdings nur, solange der Anleihemarkt mitspielt.
Der heftige Rückgang in Südkorea zeigt, dass der KI-Trade anfällig bleibt. SK Hynix, Samsung und andere Chipwerte waren in den vergangenen Monaten wegen der enormen Nachfrage nach KI-Speicher und Rechenzentren stark gestiegen.

Nun nehmen Anleger Gewinne mit, und die gesamte Region gerät mit unter Druck. Das bedeutet nicht automatisch, dass der KI-Boom vorbei ist. Es zeigt aber, dass Bewertungen, Positionierung und Zinssensitivität wichtiger werden.
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