In einer aktuellen Entwicklung hat Voyager Digital, ein prominenter Akteur in der Kryptowelt, bekanntgegeben, dass es 484,35 Millionen Dollar gesichert hat, um Gläubiger zu entschädigen. Dies ist das Ergebnis von Vergleichen mit FTX, Three Arrows Capital (3AC) und Versicherungsansprüchen gegen Direktoren und Beamte nach der Insolvenz des Unternehmens. Dieser Meilenstein unterstreicht den Fortschritt von Voyager in seinem Bestreben nach finanzieller Erholung und der Rückzahlung an seine Gläubiger.
Großer Teil stammt aus Vergleich mit FTX
Der größte Teil dieser Mittel, etwa 450 Millionen Dollar, stammt aus dem Vergleich mit FTX. Diese Entwicklung folgt auf die Insolvenz von Voyager im Juli 2022, mitten in der Instabilität des Kryptomarktes.
In einer Erklärung an das United States Bankruptcy Court für den südlichen Bezirk von New York enthüllte Voyager, dass dieser Vergleich, einschließlich Zinsen, ungefähr 25% der Gesamtforderungen der Gläubiger abdeckt. Es wird erwartet, dass diese Zahlungen bald durchgeführt werden.
Zusätzlich hat Voyager einen Anspruch von 675 Millionen Dollar aus einem laufenden Rechtsstreit gegen Three Arrows Capital erlangt, von dem 20,43 Millionen Dollar direkt den Gläubigern von Voyager zugewiesen werden. Weitere Zahlungen werden erwartet, sobald Vermögenswerte verkauft und zusätzliche Rechtsstreitigkeiten abgeschlossen werden.
Ein weiterer wichtiger Schritt im Erholungsprozess ist eine Einigung, die über D&O-Versicherungen erreicht wurde und mindestens 14,35 Millionen Dollar den Gläubigern zuweisen wird.
Dennoch viele operationelle Herausforderungen
Trotz dieser Fortschritte steht Voyager vor operationellen Herausforderungen, einschließlich des Managements von etwa 270.000 nicht eingelösten Schecks, die insgesamt 17 Millionen Dollar wert sind. Diese Schecks werden nach dem 20. April für ungültig erklärt, wenn sie nicht beansprucht werden.
Das Unternehmen kämpft auch noch mit den Nachwirkungen eines Datenlecks. Derzeit läuft eine Untersuchung zur Herkunft und den Folgen des Eingriffs, der Gläubigerdaten kompromittiert hat.
Als Teil eines Restrukturierungsplans, der im Mai 2023 vorgeschlagen wurde, konnten Voyager-Kunden beginnen, 35,7% ihrer Ansprüche in Kryptowährung oder Bargeld zurückzufordern. Dies folgte auf eine Einigung mit der FTC im November 2023 über 1,65 Milliarden Dollar an finanzieller Hilfe für die Betroffenen.
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