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Bei einem Besuch in Grönland am 28. März 2025 hat der US-Vizepräsident JD Vance weltweit für Aufsehen gesorgt, indem er scharfe Kritik an Dänemark äußerte. In einer Rede auf dem Luftwaffenstützpunkt Pituffik warf er Dänemark vor, beim Schutz der sicherheitsstrategisch wichtigen Insel zu versagen.
Vance betonte, dass Dänemark zu wenig in die Verteidigung Grönlands investiere, obwohl die Insel eine Schlüsselrolle in der amerikanischen Sicherheitsstrategie spiele. Der Luftwaffenstützpunkt Pituffik im Norden Grönlands diene laut ihm als essenzielle Frühwarnlinie gegenüber möglichen Angriffen durch Großmächte wie Russland und China.
„Die Vereinigten Staaten müssen ihre führende Position in der Arktis bewahren“, so Vance. „Wenn wir das nicht tun, werden andere Nationen das entstehende Machtvakuum rasch füllen.“ Er unterstrich, dass die amerikanische Militärpräsenz auf Grönland nicht nur für die nationale Sicherheit der USA, sondern auch für die globale Stabilität von entscheidender Bedeutung sei.
Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen reagierte kurz nach der Rede mit einer Videobotschaft. Darin kritisierte er den Ton von Vance, der seiner Meinung nach „nicht ganz angemessen für Verbündete“ sei. Gleichzeitig erklärte Rasmussen, Dänemark sei bereit, Gespräche über eine mögliche Ausweitung der US-Militärpräsenz auf Grönland zu führen.
Die Aussagen von Vance stehen nicht isoliert. Sie fügen sich in ein größeres Muster amerikanischen Interesses an Grönland ein, das bereits 2019 öffentlich sichtbar wurde, als der damalige Präsident Donald Trump vorschlug, die Insel aus strategischen Gründen zu kaufen. Dieser Vorschlag wurde damals sowohl von Dänemark als auch von den grönländischen Behörden entschieden abgelehnt.
Die jüngsten Äußerungen von Vance unterstreichen die wachsende geopolitische Bedeutung Grönlands. Durch die globale Erwärmung entstehen neue Schifffahrtsrouten, und der Zugang zu wertvollen Rohstoffen in der Arktis wird erleichtert. Diese Entwicklungen machen die Region zu einem strategischen Konfliktherd zwischen Weltmächten. Die USA, Russland und China betrachten das Gebiet inzwischen als sicherheitsrelevant – was zu steigenden Spannungen in der Region führt.
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