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Israel hat nach Ermittlungen zur Finanzierung terroristischer Organisationen Kryptowerte im Umfang von mehr als 24 Millionen Schekel eingefroren, umgerechnet rund 8 Millionen Dollar oder 7 Millionen Euro.
Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums lagen die Gelder in 37 Krypto-Wallets, die mutmaßlich von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) genutzt wurden, um Mittel an die Hisbollah und andere von Iran unterstützte Organisationen zu transferieren. Verteidigungsminister Israel Katz ordnete an, die Guthaben umgehend einzufrieren.
Nach Darstellung des Ministeriums waren die 37 Wallets Teil einer größeren Finanzinfrastruktur, die mit der Hisbollah in Verbindung gebracht wird. Eine Analyse der Transaktionen soll zeigen, dass über die Wallets in den vergangenen Jahren zweistellige Millionenbeträge in Dollar an terroristische Organisationen geflossen sind. Die nun eingefrorenen Kryptowerte machen den israelischen Behörden zufolge nur einen Teil der Geldströme aus, die über das Netzwerk liefen.
Digitale Währungen werden nach Einschätzung der israelischen Behörden zunehmend für internationale Zahlungen genutzt, ohne dass klassische Banken eingeschaltet werden. Kryptotransaktionen spielen dem Ministerium zufolge deshalb eine immer größere Rolle bei Ermittlungen zur Terrorismusfinanzierung.
Fachleute weisen zugleich regelmäßig darauf hin, dass Transaktionen auf öffentlichen Blockchains besonders gut nachvollziehbar sind. Anders als Bargeld hinterlassen sie eine dauerhafte digitale Spur, sodass Ermittlungsbehörden Geldflüsse häufig im Nachhinein rekonstruieren können. Genau das ist offenbar auch in diesem Fall geschehen.
Die Ermittlungen führte das Nationale Büro zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung, eine Einheit des israelischen Verteidigungsministeriums unter Leitung des Juristen Yoray Matzlawi.
In der Behörde arbeiten die wichtigsten israelischen Sicherheits- und Ermittlungsdienste zusammen, darunter Mossad, Shin Bet, der Militärgeheimdienst, die Polizei und die Steuerbehörde. Durch die Bündelung von Informationen aus diesen Stellen lassen sich Finanznetzwerke aufspüren, die nach Einschätzung der Behörden an Terrorismusfinanzierung beteiligt sind.
Der israelische Verteidigungsminister kann Guthaben auf Grundlage von Geheimdienstinformationen und juristischer Beratung administrativ einfrieren lassen, ohne dass zuvor ein Gerichtsverfahren abgeschlossen sein muss. Nach Angaben des Ministeriums soll diese Befugnis verhindern, dass Organisationen, die der Beteiligung an Terrorismus verdächtigt werden, weiter über Geld verfügen können.
Die im Zuge der Ermittlungen gesammelten Informationen werden zudem mit ausländischen Regierungen geteilt. So können auch andere Staaten im Rahmen ihrer jeweiligen Rechtsordnung Maßnahmen gegen Personen, Organisationen und Finanznetzwerke ergreifen, die mit Terrorismusfinanzierung in Verbindung gebracht werden.
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