Mitbegründer Vitalik Buterin hat einen neuen Fahrplan für Ethereum (ETH) vorgestellt. Darin skizziert er, wie Ethereum in den kommenden Jahren schneller und einfacher werden soll und gleichzeitig Vorbereitungen für eine Zukunft mit Quantencomputern trifft.
Blockzeit soll von zwölf auf zwei Sekunden verkürzt werden
Buterin beschreibt drei Ziele, die schrittweise umgesetzt werden sollen: kürzere Blockzeiten, schnellere Finalität und zusätzliche Sicherheit gegen Quantencomputer.
Derzeit erstellt Ethereum ungefähr alle zwölf Sekunden einen neuen Block. Diese Zeit soll letztlich auf zwei Sekunden reduziert werden. Laut Buterin kann dies in Phasen geschehen: von zwölf auf acht, dann sechs, vier und schließlich zwei Sekunden. Eine effizientere Kommunikation zwischen den Computern im Netzwerk spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Neben schnelleren Blöcken will Buterin auch, dass Transaktionen schneller endgültig sind. Derzeit dauert es durchschnittlich sechzehn Minuten, bis eine Transaktion nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, die sogenannte Finalität. Im neuen Modell soll dies auf etwa sechs bis sechzehn Sekunden verkürzt werden. Dies kann laut Buterin durch die Ablösung des aktuellen komplexen Systems durch ein einfacheres Konsensmodell erreicht werden.
Ethereum bereitet sich auf Quantencomputer vor
Der dritte Schwerpunkt befasst sich mit dem Schutz vor Quantencomputern. Diese Maschinen könnten in Zukunft die bestehende Verschlüsselung von Blockchains knacken. Ethereum plant daher, auf neue Kryptografie umzusteigen, die auch in diesem Szenario sicher ist.
Erste Upgrades bereits in Planung
Der Fahrplan erstreckt sich über mehrere Jahre, mit etwa zwei großen Upgrades pro Jahr durch Hard Forks. Die nächsten Updates heißen Glamsterdam und Hegotá.
Buterin betont, dass die Veränderungen schrittweise erfolgen. Das Endziel ist ein einfacheres, schnelleres und quantensicheres Ethereum-Netzwerk.
Ethereum-Kurs seit Sommerhoch um 58% gesunken
Während Buterin an einem umfassenden technischen Umbau arbeitet, bleibt der Markt kritisch. Der ETH-Kurs ist seit dem Hoch im vergangenen Sommer, als der Preis noch Richtung 4.950 Dollar stieg, stark gefallen. Inzwischen steht Ethereum bei rund 2.060 Dollar, ein Rückgang von über 58%.
Auch im breiteren Kryptomarkt ist die Stimmung zurückhaltend, was es mehreren großen Coins erschwert, sich zu erholen.
Ethereums größte Aufwertung seit Jahren steht kurz bevor
Entwickler haben die letzte Phase von Glamsterdam gestartet, die Ethereum-Aufwertung, die Transaktionen schneller und fairer gestalten soll.
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