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Die Kryptozahlungsplattform Coinsbuy ist Opfer eines größeren Hacks geworden. Ein Angreifer erbeutete nach Schätzungen Ethereum (ETH) und TRON (TRX) im Wert von 7,9 Millionen Dollar und tauschte anschließend einen Teil der gestohlenen Kryptowährungen in den Privacy-Coin Monero (XMR).
Mit der gesamten Beute dürfte der Hacker jedoch nicht davonkommen. Ein Teil der Guthaben soll inzwischen eingefroren worden sein. Coinsbuy kündigte zudem an, alle betroffenen Kunden vollständig aus eigenen Reserven zu entschädigen, und setzt 100.000 Dollar Belohnung für Hinweise auf die Täter aus.
Der Angriff ereignete sich am 9. August und betraf mehrere Wallets von Coinsbuy. Der Blockchain-Analyst SpecterAnalyst bringt drei Adressen mit den gestohlenen Guthaben in Verbindung. Zwei davon liegen im Ethereum-Netzwerk, eine im TRON-Netzwerk.
Nach dem Hack begann der Angreifer, die Beute über verschiedene Handelsplattformen zu verschieben. Dabei wurde ein Teil der gestohlenen Kryptowährungen in Monero getauscht.
Das erschwert die Rückverfolgung der Gelder erheblich. Monero ist darauf ausgelegt, unter anderem Beträge und beteiligte Adressen zu verschleiern. Transaktionen lassen sich daher deutlich schwerer nachverfolgen als etwa bei Bitcoin oder Ethereum.
Der Hacker scheint jedoch nicht die gesamte Beute aus dem Blickfeld gebracht zu haben. Der Kryptodienst ChangeNOW soll dabei geholfen haben, einen erheblichen Teil der betroffenen Guthaben einzufrieren. Wie viele Kryptowährungen genau gestoppt wurden, ist bislang nicht bekannt.
Coinsbuy bestätigte, dass es am 9. August zu unautorisierten Abhebungen aus mehreren Wallets kam. Unmittelbar nach der Entdeckung wurden Ein- und Auszahlungen vorübergehend ausgesetzt. Inzwischen sind diese Dienste wieder verfügbar.
Für Kunden ist vor allem entscheidend, dass sie nach Angaben des Unternehmens nicht selbst für den Schaden aufkommen müssen. Coinsbuy will alle betroffenen Guthaben vollständig aus eigenen Reserven ersetzen.
Wie groß der Hack am Ende genau war, ist weiter unklar. Die Schätzung von mehr als 7,9 Millionen Dollar stammt von SpecterAnalyst und wurde von Coinsbuy bislang nicht offiziell bestätigt.
Auch ist noch offen, wie sich der Hacker Zugang zu den Wallets verschaffen konnte. Möglich sind etwa gestohlene Zugangsdaten oder eine Schwachstelle in den Systemen. Coinsbuy hat dazu bislang keine Angaben gemacht.
Das Unternehmen hält technische Details vorerst zurück, bis die Untersuchung abgeschlossen und die Ergebnisse überprüft sind.
Coinsbuy versucht unterdessen nicht nur, die gestohlenen Gelder zurückzuholen, sondern auch die Verantwortlichen zu identifizieren.
Das Unternehmen setzt 100.000 Dollar für Informationen aus, die zur Identifizierung der Personen hinter dem Angriff führen. Zusätzlich gibt es eine separate Belohnung für Hinweise oder Unterstützung, mit denen gestohlene Kryptowährungen wiedergefunden werden können. Die Höhe dieser Prämie wurde nicht genannt.
Damit beginnt nach dem Hack die nächste Phase. Ein Teil der Millionen könnte bereits eingefroren sein, während ein anderer Teil über Monero schwerer nachzuverfolgen ist. Wie viel der geschätzten 7,9 Millionen Dollar am Ende zurückgeholt werden kann, muss die laufende Untersuchung zeigen.
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