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Die Polizei der vietnamesischen Provinz Nghe An hat am 4. Oktober ein international operierendes Netzwerk von Krypto-Betrügern zerschlagen. Dieses Netzwerk wurde von ausländischen Kriminellen geleitet und war auf Betrug mit Kryptowährungen spezialisiert. Bei der Operation wurden fünf Verdächtige festgenommen, darunter zwei Vietnamesen, die direkt mit der Bande in Verbindung standen.
Die Betrüger nutzten raffinierte Methoden, um Opfer hereinzulegen. Eines der Bandenmitglieder reiste im September 2023 nach Laos, um sich der Gruppe anzuschließen. Im Februar erstellten sie gefälschte Facebook-Konten, um Opfer in eine Scheinromanze zu verwickeln und sie anschließend zu Investitionsbetrug zu verleiten.
Ein Mann aus Ho-Chi-Minh-Stadt wurde Opfer dieser Betrügereien. Die Betrüger überzeugten ihn, große Beträge in „Biconomynft“, eine betrügerische Plattform, die hohe Renditen versprach, zu investieren. Insgesamt wurde er um mehr als 17,6 Milliarden vietnamesische Dong (etwa 700.000 US-Dollar) betrogen.
Die Bande nutzte eine gängige Strategie bei Investitionsbetrug: Zunächst wurden kleine Gewinne ausgezahlt, um Vertrauen aufzubauen. Sobald die Opfer größere Beträge investiert hatten, blockierten die Betrüger ihre Konten, sodass sie keinen Zugriff mehr auf ihre Gelder hatten.
Der Fall in Nghe An steht nicht allein. Kürzlich arbeiteten südkoreanische und vietnamesische Behörden zusammen, um eine andere Betrügerbande zu zerschlagen, die für den Diebstahl von mehr als 10 Milliarden südkoreanischen Won (7,5 Millionen US-Dollar) verantwortlich war. Diese Bande nutzte Krypto-Phishing, um 230 Opfer zu betrügen. Nach der Analyse von 300.000 verdächtigen Transaktionen verhafteten die Behörden 86 Verdächtige.
Mit diesen Festnahmen zeigt die vietnamesische Polizei, dass sie den Kampf gegen internationale Krypto-Betrüger ernst nimmt. Die Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden wird verstärkt, und die Zahl der Festnahmen steigt weiter an.
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