Die Regierung Venezuelas hat Berichten zufolge den Zugang zur Krypto-Börse Binance, zur sozialen Medienplattform X und zu verschiedenen anderen Online-Diensten blockiert. Dies geschah als Reaktion auf die Unruhen, die nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen ausbrachen.
DNS-Blockade eingerichtet
Die lokale Anti-Zensur-Organisation „VE sin Filtro“ berichtete, dass eine DNS-Blockade auf Binance eingerichtet wurde, was den normalen Betrieb sowohl der Website als auch der mobilen App der Plattform störte.
„Wie bei verschiedenen anderen Websites von Unternehmen in unterschiedlichen Sektoren in Venezuela, einschließlich sozialer Netzwerke, haben die Seiten von Binance Zugangsbeschränkungen erfahren“, hieß es in einer Mitteilung des lateinamerikanischen X-Accounts von Binance am 10. August.
Binance versicherte den Nutzern wiederum, dass ihre Gelder vollständig sicher seien, und fügte hinzu, dass das Unternehmen die Situation genau beobachte. Man wolle die Situation so schnell und gut wie möglich lösen.
Der Peer-to-Peer-Dienst von Binance ist in Venezuela besonders beliebt, da Nutzer direkt Bargeld in eine Kryptowährung ihrer Wahl umtauschen können. Dies wird von der lokalen Bevölkerung häufig genutzt, um die Auswirkungen der Hyperinflation des venezolanischen Bolívar zu umgehen.
Um die Blockaden zu umgehen, empfahl VE sin Filtro, ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) zu verwenden.
Neben Binance auch X und Signal blockiert
Die Blockade von Binance erfolgte nur einen Tag, nachdem Präsident Nicolás Maduro in einer Fernsehansprache ankündigte, dass er der Telekommunikationsaufsichtsbehörde Conatel befohlen habe, den Zugang zur Plattform X im Land für 10 Tage zu verbieten, berichtete Reuters.
Maduro hatte kürzlich eine öffentliche Auseinandersetzung mit Elon Musk, dem Eigentümer von X, bei der beide Parteien sich gegenseitig zu einer Konfrontation herausforderten.
Am selben Tag meldete das Internetüberwachungsprojekt NetBlocks, dass auch die verschlüsselte Nachrichten-App Signal blockiert wurde. Die App bleibt jedoch funktionsfähig, wenn die Einstellung „Zensurumgehung“ aktiviert ist.
Die Spannungen haben sich verschärft
Die Spannungen in Venezuela haben sich nach den Präsidentschaftswahlen am 28. Juli verschärft, bei denen sowohl Maduro als auch sein Rivale Edmundo González den Sieg für sich beanspruchten. Die von der Regierung kontrollierte Wahlkommission erklärte Maduro mit etwas mehr als 51 % der Stimmen zum Sieger, ohne jedoch detaillierte Stimmenzahlen zu veröffentlichen. González behauptet jedoch, dass die von seiner Partei gesammelten Ausdrücke der Wahlmaschinen zeigen, dass er mit fast 70 % der Stimmen gewonnen habe.
Die Vereinigten Staaten, die Europäische Union, das Vereinigte Königreich und mehrere südamerikanische Länder haben Maduros Sieg nicht anerkannt und fordern eine detaillierte Stimmenauszählung. Bisher wurde dieser Aufforderung jedoch wenig Beachtung geschenkt.
Indiens Notenbank will Banken den Besitz von Kryptowährungen verbieten
Die indische Zentralbank will Banken vom Kryptogeschäft fernhalten und warnt vor Risiken durch Stablecoins für das Finanzsystem.
Dieser Rechtsstreit könnte über die Zukunft der Prognosemärkte in den USA entscheiden
Mit der Berufung will die Plattform doch noch Klarheit über den rechtlichen Status ihrer Produkte erreichen.
SEC stellt neue Kryptoregeln vor und setzt Agenda für 2026
Die SEC stellt neue Kryptoregeln für 2026 vor, während der US-Kongress am CLARITY Act für den Kryptosektor arbeitet.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
