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Die geplanten Verhandlungen zwischen den USA und Iran in der Schweiz finden vorerst nicht statt. Das bestätigte das Weiße Haus, nachdem Vizepräsident JD Vance seine Reise in letzter Minute verschoben hatte.

Die Gespräche sollten den ersten Schritt zu einem endgültigen Abkommen zwischen Washington und Teheran darstellen, nach der vorläufigen Übereinkunft, die Anfang dieser Woche erzielt wurde. Beide Länder einigten sich darauf, in den nächsten sechzig Tagen über das iranische Atomprogramm und eine umfassendere Friedensregelung zu verhandeln.

Vance verschiebt Reise

Vance hatte zuvor noch angekündigt, an diesem Wochenende in die Schweiz zu reisen, um direkte Gespräche mit iranischen Vertretern zu führen. Doch wenige Stunden später teilte das Weiße Haus mit, dass die Pläne noch nicht endgültig seien.

Laut einem Sprecher führen logistische Probleme zu einer Verzögerung. Wann die Gespräche nachgeholt werden, ist unklar. Allerdings stünde eine amerikanische Delegation bereit, kurzfristig abzureisen, sobald eine Einigung über die Organisation des Treffens erzielt ist.

Iran hat auf die Verschiebung noch nicht offiziell reagiert. Iranische Medien berichteten jedoch zuvor, dass Teheran zunächst Klarheit über die Umsetzung der vorläufigen Übereinkunft will, bevor neue Gespräche stattfinden.

Vieles ist noch offen

Die Verschiebung kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt. Obwohl sich beide Länder diese Woche auf ein vorläufiges Abkommen und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus geeinigt haben, stehen die schwierigsten Verhandlungen noch bevor. So muss noch entschieden werden, welche Einschränkungen Iran für sein Atomprogramm akzeptiert und was mit den bestehenden Beständen an hochangereichertem Uran geschieht.

Experten warnen, dass sechzig Tage wahrscheinlich zu kurz sind, um ein vollständiges Abkommen zu erarbeiten. Das Atomabkommen von 2015 erforderte fast zwei Jahre Verhandlungen, bevor es abgeschlossen war.

Erholung der Ölströme kann Monate dauern

In der Zwischenzeit blicken die Finanzmärkte vor allem auf die Situation in der Straße von Hormus. Die wichtige Schifffahrtsroute für den Ölexport ist inzwischen wieder geöffnet, was den Ölpreis in dieser Woche stark sinken ließ.

Dennoch warnen Energiehändler, dass es Monate dauern kann, bis die Öl- und Gasströme vollständig wiederhergestellt sind. Daher bleibt jede Entwicklung rund um die Verhandlungen zwischen den USA und Iran von großer Bedeutung für die Weltwirtschaft.

Vorläufig ist unklar, wann beide Länder wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die Verschiebung zeigt, wie anfällig der diplomatische Prozess bleibt, trotz der jüngsten Übereinkunft.

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