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Die Finanzmärkte reagieren erleichtert auf Signale, dass die USA und Iran kurz vor einer Einigung stehen, um den Krieg zu beenden. Laut mehreren US-Medien arbeitet das Weiße Haus an einem vorläufigen Abkommen mit Teheran, während Donald Trump überraschend entschieden hat, die militärischen Operationen in der Straße von Hormus vorübergehend auszusetzen. Der Ölpreis fällt drastisch und die Aktienmärkte steigen in der Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten.
Laut Axios erwarten US-Beamte innerhalb von 48 Stunden eine Reaktion des Iran auf mehrere entscheidende Punkte des Vorschlags. Dies soll eine einseitige Vereinbarung sein, die die Grundlage für ein umfassenderes Friedens- und Nuklearabkommen bilden soll.
Die größte Reaktion war auf dem Ölmarkt zu beobachten. Der Brent-Ölpreis verlor über sechs Prozent und sank auf rund 101 Dollar pro Barrel. Auch der Preis für amerikanisches Öl fiel deutlich, nachdem bekannt wurde, dass Trump „Project Freedom“ vorerst stoppt.

Dieses militärische Projekt war erst einen Tag zuvor gestartet worden, um Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Die Seeroute ist für den globalen Ölhandel von entscheidender Bedeutung, lag jedoch in den letzten Wochen nahezu still aufgrund des Krieges zwischen Iran, den USA und Israel.
Trump erklärte auf Truth Social, dass „große Fortschritte“ in Richtung eines „vollständigen und endgültigen Abkommens“ mit dem Iran erzielt werden. Daher werde der militärische Eskortplan vorübergehend pausiert.
Laut der US-Regierung waren fast 23.000 Seeleute aus 87 verschiedenen Ländern aufgrund der iranischen Blockade im Persischen Golf blockiert. Außenminister Marco Rubio sprach zuvor von einer lebensgefährlichen Situation.
Nicht nur Öl reagierte sofort auf die Nachricht. Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich in kräftigem Grün. Der breite Stoxx Europe 600-Index stieg um etwa zwei Prozent, während der deutsche DAX, der französische CAC 40 und der britische FTSE 100 alle deutlich höher eröffneten.
Anleger scheinen darauf zu wetten, dass eine Deeskalation im Nahen Osten den Druck auf die Weltwirtschaft verringern könnte. Die steigenden Energiepreise begannen zunehmend, Unternehmen und Verbrauchern zu schaden.
Analysten warnen jedoch, dass die Situation extrem fragil bleibt. Anfang dieser Woche griffen Drohnen und Raketen aus dem Iran die Vereinigten Arabischen Emirate an. Auch sollen iranische Einheiten Schiffe in der Straße von Hormus belästigt haben.
Dennoch scheinen die USA nun allmählich davon abzurücken, die Eskalation weiter voranzutreiben. Verschiedene Beobachter vermuten, dass Trump um jeden Preis verhindern will, dass der Krieg weiter eskaliert, auch aufgrund des politischen Drucks im eigenen Land.
Während Washington und Teheran verhandeln, versucht der Iran auch, Unterstützung bei China zu sichern. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi traf am Dienstag seinen chinesischen Kollegen Wang Yi in Peking.
China hat große wirtschaftliche Interessen an einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus, da ein großer Teil der chinesischen Ölimporte über diese Route erfolgt. Laut Quellen übt Peking daher starken Druck auf den Iran aus, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Indes beansprucht der Iran vorsichtig einen Sieg. Teheran hat inzwischen ein eigenes System eingerichtet, um Schiffe kontrolliert durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Reedereien sollen Anweisungen zu verpflichtenden Routen und möglichen Zahlungen erhalten haben.
Ob das vorläufige Abkommen tatsächlich Bestand hat, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. US-Beamte betonen, dass noch kein endgültiges Abkommen unterzeichnet wurde.
Die US-Zinsen fallen heute deutlich. Offenbar hofft der Markt trotz der Angriffe der USA auf ein Friedensabkommen mit Iran.
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