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Präsident Donald Trump kündigt an, dass die Straße von Hormus ab Freitag vollständig geöffnet ist und Schiffe kostenlos passieren dürfen. Das erklärte er am Montag beim G7-Gipfel. Laut Trump gibt es eine Vereinbarung, die die Seestraße offen und zollfrei macht. Der Text der Absichtserklärung soll ihm zufolge irgendwann nach Freitag veröffentlicht werden.
Die Ankündigung sorgte sofort für Optimismus an den Finanzmärkten. Anleger setzten verstärkt auf eine Entspannung der geopolitischen Spannungen, was zu einem Anstieg von Aktien und Anleihen führte. Gleichzeitig sanken die Öl- und Gaspreise, die in den vergangenen Monaten aufgrund der Unruhen rund um die Meerenge stark gestiegen waren.
Ein Fass Brent-Öl verlor am Montag etwa fünf Prozent an Wert und fiel auf 83 Dollar. Damit liegt der Preis deutlich unter dem Höchststand von etwa 125 Dollar, der Ende April während des Höhepunkts der Krise erreicht wurde.
Für Trump kommt der Durchbruch zu einem günstigen Zeitpunkt. Die hohen Energiepreise belasteten in den vergangenen Monaten die amerikanische Wirtschaft und stellten ein politisches Risiko im Vorfeld der Zwischenwahlen im November dar. Der Präsident sprach daher von einem „großartigen Deal“, der seiner Meinung nach zu mehr Stabilität und Sicherheit in der Region beitragen soll.
Trotz der positiven Reaktionen ist noch nicht alles endgültig geregelt. Die Absichtserklärung wird am Freitag in der Schweiz unterzeichnet, doch sowohl Washington als auch Teheran halten die genauen Vereinbarungen vorerst zurück.
Katar und Pakistan spielten als Vermittler während der Verhandlungen eine wichtige Rolle. Diese Woche empfangen beide Länder erneut Delegationen aus den USA und Iran, um die letzten Details auszuarbeiten. Gleichzeitig wird an einer neuen Verhandlungsrunde über das iranische Atomprogramm gearbeitet.
Laut Quellen besteht das Abkommen aus vierzehn Teilen. Die USA und Iran würden ihren aktuellen Waffenstillstand um zwei Monate verlängern. In dieser Zeit sollen neue Gespräche über die Begrenzung der iranischen Urananreicherung für die nächsten fünfzehn Jahre stattfinden.
Viele Analysten erwarten, dass diese Verhandlungen noch lange andauern werden. Die technischen und politischen Unterschiede zwischen beiden Ländern sind nämlich weiterhin groß.
Sobald die Absichtserklärung unterzeichnet ist, muss Iran die Straße von Hormus vollständig wieder öffnen. Im Gegenzug würden die USA ihre Blockade iranischer Häfen aufheben.
Dennoch ist unklar, wie lange die versprochene kostenfreie Durchfahrt Bestand haben wird. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars plant Teheran, Schiffe nur sechzig Tage kostenlos passieren zu lassen. Danach müssten Reedereien für Dienstleistungen wie Sicherheit, Navigation und Versicherungen zahlen.
Diese Position ist in Washington umstritten. Vizepräsident JD Vance erklärte, dass die USA bei den kommenden Gesprächen auf dauerhaft freie Durchfahrt bestehen werden. Auch europäische Länder und wichtige Golfstaaten lehnen die Idee ab, dass Iran Gebühren für eine Route erhebt, die viele Staaten als internationale Gewässer betrachten.
Bevor der Schiffsverkehr vollständig normalisiert werden kann, muss möglicherweise zunächst ein anderes Problem gelöst werden. Die Absichtserklärung verweist auf Pläne, Teile der Meerenge zu entschärfen.
Das ist kein Detail. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise etwa ein Fünftel des gesamten Öls und Flüssiggases der Welt. Jede Störung hat daher nahezu sofortige Auswirkungen auf die Energiepreise und die Weltwirtschaft.
Das Vereinigte Königreich und Frankreich haben bereits signalisiert, dass sie bereitstehen, eine internationale Entminungsmission zu leiten, falls dies notwendig wird.
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