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Die USA und Iran haben laut den Vermittlern ermutigende Fortschritte in den Gesprächen über ein Friedensabkommen erzielt und setzen die technischen Gespräche diese Woche fort. Beide Länder führen die technischen Gespräche diese Woche weiter, während Präsident Donald Trump gleichzeitig erneut mit militärischen Aktionen drohte, falls die Hisbollah weiterhin Angriffe auf Israel durchführt.

Der US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Außenminister Abbas Araghchi nahmen an den Gesprächen im schweizerischen Bürgenstock teil. Laut einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan wurde unter anderem eine Einigung über einen Rahmen für weitere technische Verhandlungen erzielt. Zudem haben die Parteien eine Roadmap erstellt, die innerhalb von sechzig Tagen zu einem endgültigen Abkommen führen soll.

Vereinbarungen zur Offenhaltung der Straße von Hormus

Ein wesentliches Ergebnis der Gespräche ist die Einrichtung einer direkten Kommunikationslinie zwischen den beteiligten Parteien. Damit wollen die Vereinigten Staaten und Iran Vorfälle in der Straße von Hormus verhindern und den Durchgang von Handelsschiffen sichern.

Zudem wurde vereinbart, eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit beteiligten Parteien aus dem Libanon einzurichten. Diese soll das Waffenstillstand überwachen und verhindern, dass neue militärische Konfrontationen die Verhandlungen unter Druck setzen.

Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Nachrichten. Der Ölpreis gab nach und auch die US-Börsen-Futures erholten sich teilweise von ihren vorherigen Verlusten. Brent-Öl fiel um anderthalb Prozent auf unter 80 Dollar pro Barrel, nachdem der Preis zuvor am Tag noch um mehr als zwei Prozent gestiegen war.

Laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi hat die Vermittlung durch Katar und Pakistan zu bedeutenden Fortschritten in Richtung eines Endes des Konflikts im Libanon geführt. Auf X schrieb er, dass die vorläufigen Vereinbarungen unter anderem eine Lockerung der Sanktionen gegen den iranischen Öl- und Petrochemiesektor, die Aufhebung der Blockade, die Freigabe eines Teils der eingefrorenen Vermögenswerte und ein umfangreiches Wiederaufbauprogramm für Iran vorsehen.

Trump droht, Iran ist zögerlich

Der Start der Gespräche verlief am Sonntag holprig. Iranische Medien berichteten zunächst, dass Teheran die Verhandlungen nach einer neuen Drohung von Präsident Donald Trump unterbrochen habe.

Während die Verhandlungen begannen, warnte Trump auf sozialen Medien, dass die Vereinigten Staaten Iran erneut angreifen könnten, wenn es die Hisbollah im Libanon nicht zur Ordnung ruft. Außerdem drohte er mit Zöllen, falls kein Abkommen zustande kommt. In einem Interview mit Fox News sagte Trump, er habe iranische Führer direkt vor schweren Konsequenzen gewarnt, falls sie versuchen, die Straße von Hormus zu schließen.

Dennoch kamen später am Tag positive Nachrichten aus der Schweiz. Laut den Vermittlern wurden Fortschritte erzielt und die technischen Gespräche werden diese Woche fortgesetzt.

Das Zwischenabkommen hat die direkten Spannungen zwischen Washington und Teheran vorerst verringert, doch die Verhandlungen sind noch lange nicht abgeschlossen. In den kommenden Wochen geht es unter anderem um das iranische Nuklearprogramm, wirtschaftliche Erleichterungen für Teheran und die Sicherheitslage im Libanon.

Laut Vizepräsident JD Vance markieren die Gespräche vor allem den Beginn eines technischen Verhandlungsprozesses. Nicht alle Meinungsverschiedenheiten werden dadurch direkt gelöst. Auch Jared Kushner und Steve Witkoff, die Unterhändler von Trump, bleiben an den weiteren Gesprächen beteiligt.

Libanon bleibt der Schlüssel

Laut an den Gesprächen beteiligten Quellen ist eine Lösung für den Konflikt im Libanon entscheidend für den Erfolg der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Das endgültige Ergebnis hängt dabei auch von Israel ab, das nicht an den Gesprächen in der Schweiz beteiligt war. Den Insidern zufolge kann das Zwischenabkommen erst wirklich Fortschritte machen, wenn sich Israel aus dem Libanon zurückzieht.

Hinter den Kulissen spielte auch die innenpolitische Sensibilität im Iran eine wichtige Rolle. Die iranische Delegation hielt sich bewusst von den amerikanischen Vertretern fern und weigerte sich, an den gemeinsamen Eröffnungsmomenten für die Kameras teilzunehmen. Teheran wollte verhindern, dass Bilder entstehen, auf denen iranische und amerikanische Funktionäre sich die Hand schütteln, bevor konkrete Vereinbarungen getroffen wurden.

Außerdem erwiesen sich die Unterschiede in der Herangehensweise beider Delegationen als wichtige Herausforderung während der Gespräche.

Die Spannungen nahmen am Samstag weiter zu, als Iran Israel beschuldigte, das Waffenstillstand im Libanon verletzt zu haben. Teheran drohte daraufhin erneut mit der Schließung der Straße von Hormus. In der Praxis blieb die entscheidende Wasserstraße jedoch offen und Millionen von Barrel Öl flossen weiterhin durch die Meerenge.

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