Das amerikanische Repräsentantenhaus bereitet sich auf eine wichtige Woche vor, in der mehrere Gesetzesvorlagen über Kryptowährungen auf der Tagesordnung stehen.

Die republikanische Führung hat die Initiative in ‚Crypto Week‘ umbenannt, in der von Montag bis Freitag drei Gesetze diskutiert werden, die große Auswirkungen auf die Regulierung von Krypto in den Vereinigten Staaten haben könnten.

Was steht auf dem Programm?

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der CLARITY Act, der dazu dient, die Verantwortlichkeiten von Aufsichtsbehörden wie der SEC und der CFTC festzulegen. Es wird auch über den GENIUS Act gesprochen, der einen gesetzlichen Rahmen für Stablecoins bieten soll und bereits vom Senat genehmigt wurde.

Zuletzt steht der Anti-CBDC Surveillance State Act auf dem Programm, ein Vorschlag, der die Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung durch die USA verbieten soll.

Große Belange für Industrie und Politik

Der Kryptosektor, einschließlich Interessenverbände und große Unternehmen, versucht, das Momentum zu nutzen, um zu echter Gesetzgebung zu kommen. So hat die gemeinnützige Organisation Stand With Crypto, gegründet mit Unterstützung der Handelsplattform Coinbase, zusammen mit mehr als 65 anderen Parteien einen Aufruf an den Kongress gemacht, den CLARITY Act zu unterstützen.

„Es gibt derzeit unglaublich viel Aufmerksamkeit für Krypto, und auch breite politische Unterstützung,“ sagte Mason Lynaugh von Stand With Crypto. „Aber wir müssen jetzt durchstarten, denn dieses Momentum ist keine Selbstverständlichkeit.“

Der CLARITY Act soll Klarheit über Aufsicht, Verbraucherschutz und den rechtlichen Status von Token-Launches und Dezentralisierung schaffen. Laut Lynaugh werden mit diesem Gesetzesvorschlag fundamentale Fragen beantwortet, mit denen die Branche schon seit Jahren ringt.

Chancen und Risiken

Die kommende Woche wird als einer der wichtigsten Momente für die amerikanische Kryptobranche seit ihrer Entstehung angesehen. Mit über 50 Millionen Amerikanern, die Krypto besitzen, versucht die Industrie, sich politisch immer besser zu organisieren. So haben vor einer kürzlichen Abstimmung über 70.000 Bürger E-Mails an Senatoren über Plattformen wie Stand With Crypto gesendet.

Dennoch bleibt das Ergebnis unsicher. Die Zeit bis zur Sommerpause des Kongresses ist kurz, und es bleibt abzuwarten, ob die Vorschläge ausreichend Unterstützung finden. Lynaugh warnt: „Wenn diese Gesetze nicht angenommen werden, bleiben die grundlegenden Fragen bestehen. Dann ändert sich erneut nichts.“

Mit dem politischen Tempo und dem Druck aus der Industrie könnte die kommende ‚Crypto Week‘ ein Wendepunkt für die amerikanische Gesetzgebung rund um digitale Vermögenswerte sein.

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