Tom Emmer, ein US-amerikanischer Politiker, der sich regelmäßig in Debatten über Bitcoin und Krypto äußert, ist der Meinung, dass CBDCs eine Bedrohung für die „amerikanischen Werte“ darstellen. Er hat daher den Anti-Surveillance State Act erneut eingebracht, um eine staatliche digitale Währung zu blockieren. Stattdessen sollten die Vereinigten Staaten seiner Ansicht nach Stablecoins akzeptieren.
Keine CBDC, aber Stablecoins?
Interessanterweise stehen Stablecoins theoretisch sehr nahe an CBDCs. Es wäre nicht besonders schwierig, Vorschriften zu entwickeln, nach denen Tether bestimmte Regeln in seine Technologie einbauen müsste, um weiterhin auf dem US-Markt operieren zu dürfen.
Zudem gibt es immer wieder Berichte darüber, dass Tether Gelder von Nutzern einfriert. Das ist nicht per se schlecht – im Gegenteil, in bestimmten Situationen kann das sogar hilfreich und sinnvoll sein.
Auffällig ist jedoch, dass Tom Emmer sich entschieden gegen digitales Zentralbankgeld ausspricht, während er gleichzeitig kein Problem damit hat, wenn die Privatwirtschaft eine ähnliche Lösung anbietet. Dabei könnten die Auswirkungen durchaus vergleichbar sein.
Es gibt allerdings einen Unterschied: Eine staatliche digitale Währung könnte den Menschen aufgezwungen werden, während Stablecoins freiwillig genutzt werden können. Dennoch gibt es einige Aspekte, bei denen Tether wahrscheinlich weniger restriktiv wäre als CBDCs.
Was könnte eine Regierung mit CBDCs tun?
Eine theoretische Möglichkeit, die CBDCs bieten, ist die einfachere Durchsetzung negativer Zinsen.
Wenn negative Zinsen eingeführt werden, wäre es mit CBDCs schwieriger, sich dieser Entwicklung zu entziehen. Man könnte natürlich sagen: „Dann halte ich mein Geld nicht in CBDCs, sondern in Bargeld.“
Aber selbst dann könnte der Staat einen anderen Wechselkurs für Bargeld im Vergleich zu CBDCs festlegen.
Wer sein Kapital also in CBDCs auf einem Bankkonto hält, würde bei einem negativen Zinssatz von 1 % beispielsweise von 100 auf 99 fallen. Wer diese 100 Euro jedoch klugerweise rechtzeitig in Bargeld umgewandelt hat, könnte in einem Geschäft möglicherweise nur noch eine Kaufkraft von 99 Euro dafür erhalten.
Auf diese Weise wäre es auch mit Bargeld nicht mehr möglich, sich negativen Zinsen zu entziehen.
Laut dem US-Politiker Tom Emmer stellen CBDCs eine Bedrohung für die amerikanischen Werte dar, während Stablecoins angenommen werden sollten.
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