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USA fordert von europäischen Verbündeten innerhalb weniger Tage konkrete Pläne zur Sicherung der Straße von Hormus, sobald die Kämpfe im Iran enden.
Diese Forderung wurde während eines Treffens zwischen amerikanischen und NATO-Beamten im Weißen Haus, Pentagon und Außenministerium erhoben, berichtet Bloomberg unter Berufung auf einen hochrangigen NATO-Beamten.
Eine vom Vereinigten Königreich geführte Koalition von über 40 Ländern, darunter viele europäische Staaten, Japan und Kanada, hat zugesagt, bei der Wiedereröffnung der Seestraße zu helfen, sobald die aktiven Kämpfe enden. Nach der Ankündigung des Waffenstillstands versprachen etwa zwölf, vor allem europäische, Staatschefs, zur freien Schifffahrt durch Hormus beizutragen.
Doch Versprechen sind noch keine Pläne. Die USA fordern nun konkrete Zusagen: welche Schiffe, welche Kapazitäten, welcher Zeitplan. Washington hält einen Zeitraum von wenigen Tagen für realistisch. Die Frage ist, ob die Verbündeten das ebenso sehen, insbesondere da der Waffenstillstand in der Praxis kaum eingehalten wird.
Trotz der Ankündigung des Waffenstillstands blieb die Straße von Hormus faktisch geschlossen. Iran und Israel führten weiterhin Angriffe gegeneinander aus, und Teheran behauptet, die israelischen Operationen im Libanon verletzten den Waffenstillstand. Solange die Kämpfe anhalten, ist unklar, ob die Koalitionsländer bereit sind, ihre Marine einzusetzen.
Dies ist genau das Problem, das bereits zuvor aufgetreten war. Mehrere NATO-Mitgliedsstaaten weigerten sich während des Krieges, den USA Zugang zu Militärbasen für Angriffe auf Iran zu gewähren. Sie lehnten auch Trumps Forderungen ab, die Seestraße zu öffnen, solange die Kämpfe andauerten.
Trumps Frustration über die Verbündeten erreichte am Mittwoch einen neuen Höhepunkt. Nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte schrieb er in sozialen Medien, dass die NATO nicht da war, als die USA sie brauchten, und auch in Zukunft nicht da sein wird, wenn das wieder der Fall ist.
In einem kürzlichen Interview mit der britischen Telegraph sagte Trump sogar, er erwäge, die USA ganz aus der NATO zurückzuziehen. Zuvor bezeichnete er die Mitgliedsstaaten als Feiglinge und die Allianz als Papiertiger.
Rutte, der häufig eingesetzt wird, um Spannungen zwischen Washington und der NATO zu entschärfen, steht vor seiner bisher größten Herausforderung. Der Krieg mit Iran hat den Graben zwischen den USA und Europa weiter vertieft.
Während der Druck auf die NATO steigt, laufen die diplomatischen Bemühungen weiter. Vizepräsident Vance führt am Samstag eine amerikanische Delegation zu direkten Gesprächen mit Iran nach Islamabad. Ob diese Gespräche erfolgreich sein werden, hängt auch davon ab, ob der Waffenstillstand bis dahin noch Bestand hat.
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