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Der Chipmaschinenhersteller ASML steht erneut im Fokus der US-Regierung. Amerikanische Beamte äußerten Bedenken, dass eine der fortschrittlichsten Maschinen des niederländischen Unternehmens möglicherweise doch nach China gelangt ist.
Es handelt sich um die sogenannten EUV-Maschinen, die für die Produktion der weltweit fortschrittlichsten Chips unerlässlich sind. Die USA verbieten seit Jahren den Export dieser Systeme nach China aus Sorge, die Technologie könnte die technologische und militärische Entwicklung Chinas beschleunigen.
In mehreren Gesprächen mit ASML soll der US-Handelsminister Howard Lutnick Fragen zum Verbleib der EUV-Maschinen des Unternehmens gestellt haben. Insidern zufolge befürchtet Washington, dass eines dieser Systeme trotz Exportbeschränkungen in China vorhanden ist.
ASML wies diese Vermutung zurück. Das Unternehmen betont, dass es niemals eine EUV-Maschine nach China geliefert hat und dass solche Systeme praktisch nicht unbemerkt verlagert werden können.
Die Maschinen sind so groß wie ein Schulbus, werden nur in begrenzter Stückzahl produziert und erfordern ständige Wartung durch spezialisierte ASML-Mitarbeiter.
Laut Bloomberg hat ASML nach den Gesprächen mit der US-Regierung eine aktive Kampagne gestartet, um die Vorwürfe zu widerlegen. Dabei erstellte das Unternehmen ein Dokument mit dem Titel ‚Keine Hinweise, dass sich eine ASML EUV-Maschine in China befindet‘.
Darin wird erklärt, dass weltweit 314 EUV-Maschinen im Einsatz sind und sich keine davon in China befindet. ASML betont zudem, dass die Systeme ständig überwacht werden und Abweichungen sofort erkennbar sind.
Das Unternehmen dementiert auch Vorwürfe, dass Teile oder spezielle Ausrüstung für EUV-Maschinen nach China verschifft worden seien.
Der Vorfall erhöht den Druck auf ASML, das seit Jahren im Zentrum des technologischen Machtkampfes zwischen den USA und China steht.
Washington versucht seit langem, Verbündete wie die Niederlande und Japan dazu zu bewegen, strengere Exportbeschränkungen für Chiptechnologie einzuführen. ASML durfte daher bereits früher keine EUV-Maschinen mehr an chinesische Kunden verkaufen.
US-Politiker befürchten, dass der Zugang zu dieser Technologie China bei der Entwicklung fortschrittlicher KI-Chips helfen könnte. Besonders für Unternehmen wie Huawei stellt der Mangel an EUV-Maschinen derzeit eine zentrale Einschränkung dar.
Für ASML steht viel auf dem Spiel. China bleibt ein wichtiger Absatzmarkt für den Chipmaschinenhersteller, während der politische Druck aus Washington weiter zunimmt. Damit droht das niederländische Technologieunternehmen erneut in den globalen Kampf um die Kontrolle über fortschrittliche Chiptechnologie verstrickt zu werden.
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