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Die US-PCE-Inflation hat im Mai 4,1 Prozent im Jahresvergleich erreicht. Die Kerninflation, der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve, stieg auf 3,4 Prozent. Damit lagen die Werte exakt im Rahmen der Erwartungen von Ökonomen – Anleger beobachten nun genau, was das für Zinsen und den Bitcoin-Kurs bedeutet.
Das US Bureau of Economic Analysis (BEA) teilte am Donnerstag mit, dass der PCE-Preisindex im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen ist. Auf Jahressicht zog die Inflation auf 4,1 Prozent an, nach 3,6 Prozent einen Monat zuvor.
Die Kern-PCE, bei der die volatilen Preise für Lebensmittel und Energie ausgeklammert werden, stieg gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und lag im Jahresvergleich bei 3,4 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Oktober 2023, zugleich entsprachen die Zahlen den Erwartungen der Analysten.
Zusätzlich zu den Inflationsdaten zeigte sich, dass US-Verbraucher weiter mehr ausgaben. Die persönlichen Einkommen stiegen um 0,7 Prozent, während die Konsumausgaben ebenfalls um 0,7 Prozent zulegten. Das deutet darauf hin, dass die US-Wirtschaft vorerst robust bleibt – trotz höherer Preise.
Für die Finanzmärkte ist vor allem die Kern-PCE entscheidend. Die Federal Reserve orientiert sich an diesem Maßstab bei ihrer Zinspolitik. Da die Daten exakt den Erwartungen entsprachen, dürften die Inflationszahlen für Anleger zunächst keine große Überraschung gewesen sein.
Im Vorfeld der Veröffentlichung war die Nervosität hoch. Analysten warnten, dass eine höhere als erwartete Inflation die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung erhöhen würde. Ein niedrigerer Wert hätte hingegen für Entlastung an den Finanzmärkten sorgen können – und bei riskanteren Anlagen wie Bitcoin (BTC).
Der Blick richtet sich nun auf die Reaktion der Federal Reserve in den kommenden Zinssitzungen. Die Notenbank hat in den vergangenen Wochen mehrfach betont, dass neue Inflationsdaten maßgeblich für den weiteren Zinskurs bleiben.
Für den Kryptomarkt heißt das: Der Fokus dürfte vorerst auf US-Makrodaten liegen. Solange die Inflation klar über dem Zielwert von zwei Prozent bleibt, werden Anleger weiter mit einer längeren Phase hoher Zinsen rechnen. Das begrenzt in der Regel den Spielraum für eine kräftige Erholung des Bitcoin-Kurses.
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