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Das Verhältnis zwischen den amerikanischen Goldreserven und der enormen Staatsverschuldung hat ein historisches Tief erreicht. Das berichtet The Kobeissi Letter auf X nach der Analyse neuer Daten. Den Forschern zufolge repräsentieren die Goldbestände der USA heute nur noch einen Bruchteil der gesamten Bundesschuld.
Obwohl die USA nach wie vor über die weltweit größte Goldreserve verfügen, wächst die Staatsverschuldung deutlich schneller. Das Gold deckt nur noch etwa drei Prozent der gesamten Bundesverpflichtungen. Analysten sehen darin ein Indiz für die explosive Entwicklung der US-Schuldenlast.
In einem aktuellen Beitrag auf X hebt The Kobeissi Letter hervor, dass die amerikanischen Goldreserven historisch gesehen noch nie so klein im Verhältnis zur Staatsverschuldung waren.
Die Vereinigten Staaten besitzen etwa 8.133,5 Tonnen Gold und verfügen damit über die größte Goldreserve der Welt. Dennoch macht dieses Gold derzeit nur etwa drei Prozent der Bundesverpflichtungen aus.
Auf der nachstehenden Grafik ist gut zu erkennen, wie sich dieses Verhältnis im Laufe der Jahre verändert hat.

Im Jahr 1980 lag das Verhältnis beispielsweise bei etwa achtzehn Prozent. Um dieses Niveau mit der gleichen Goldreserve zu erreichen, müsste der Goldpreis laut Analyse um etwa vierhundert Prozent auf rund 26.000 Dollar pro Unze steigen.
Der Vergleich mit den vierziger Jahren zeigt ein noch größeres Gefälle. In dieser Zeit deckte das Gold sogar mehr als fünfzig Prozent der US-Schulden. Um dieses Niveau heute zu erreichen, müsste der Goldpreis theoretisch auf etwa 75.000 Dollar pro Unze steigen.
Laut The Kobeissi Letter verdeutlicht diese Entwicklung vor allem, wie schnell die US-Schulden explodiert sind.
Die enorme Schuldenlast der Vereinigten Staaten steht schon länger im Fokus von Ökonomen und politischen Entscheidungsträgern. Die öffentliche Verschuldung entspricht mittlerweile fast dem gesamten Bruttoinlandsprodukt der USA.
Trotzdem kaufen Anleger weiterhin in großem Umfang US-Staatsanleihen. Das liegt vor allem daran, dass der US-Dollar nach wie vor die wichtigste Reservewährung der Welt ist und der Markt für Staatsanleihen der größte und liquideste weltweit bleibt.
Ökonomen warnen jedoch, dass dies nicht selbstverständlich so bleiben muss. Sollten Anleger mittelfristig bessere Alternativen finden, könnte die Nachfrage nach US-Schuldtiteln sinken, und die Finanzierungskosten für die Regierung könnten stark steigen.
Die Kombination aus steigenden Defiziten, geopolitischen Spannungen und Inflationsdruck sorgt zudem für zusätzliche Unsicherheit am Anleihemarkt. Kürzlich stiegen die Renditen auf US-Staatsanleihen, auch aufgrund von Sorgen über höhere Inflation und zusätzliche Staatsausgaben.
Die Analyse von The Kobeissi Letter berührt auch das Narrativ um Bitcoin (BTC) als Alternative zu Fiat-Währungen und Staatsanleihen. Da die US-Schulden weiter steigen und das Vertrauen in traditionelle Schuldmärkte unter Druck gerät, richten Anleger verstärkt den Fokus auf knappe Assets.
Historisch profitierte Gold davon. Bitcoin wird in dieser Debatte zunehmend als moderne Entsprechung genannt. Gerade jetzt, da die US-Goldreserven im Verhältnis zur Schuldenlast immer weniger ins Gewicht fallen, gewinnt der Vergleich zwischen physischer und digitaler Knappheit erneut an Bedeutung.
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