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Heute Abend steht der Kryptomarkt vor einem entscheidenden Moment. Fed-Vorsitzender Kevin Warsh präsentiert seine erste Zinsentscheidung, eine Veränderung des Zinssatzes scheint jedoch nahezu ausgeschlossen. Deshalb achten Anleger besonders darauf, was zwischen den Zeilen zu lesen ist.
Die politische Erklärung, wirtschaftlichen Prognosen und die Pressekonferenz könnten nämlich wesentlich mehr Einfluss haben als die Zinsentscheidung selbst. Für Bitcoin gibt es drei Signale, auf die Händler besonders achten.
Einer der wichtigsten Bestandteile der Fed-Entscheidung ist der sogenannte Dot-Plot. Dabei handelt es sich um ein Diagramm, in dem jedes Fed-Vorstandsmitglied angibt, wo es den Zinssatz in den kommenden Jahren erwartet. Jeder Punkt repräsentiert die Erwartung eines Politikers.
Derzeit geht der Markt davon aus, dass die Fed im Dezember den Zinssatz um 25 Basispunkte erhöht. Das entspricht einem Viertel Prozentpunkt. Die Wahrscheinlichkeit dafür schätzen Anleger auf etwa 80 Prozent.
Gerade deshalb ist der neue Dot-Plot so entscheidend. Sollte sich herausstellen, dass weniger Fed-Mitglieder als erwartet von einer Zinserhöhung im Dezember ausgehen, könnte das positiv auf den Bitcoin-Kurs wirken. In diesem Fall wäre klar, dass eine Erhöhung weniger sicher ist, als der Markt derzeit annimmt. Das könnte Anlegern mehr Vertrauen geben, wieder Risiken einzugehen.
Mindestens genauso wichtig wie die Zinsentscheidung selbst ist, was Kevin Warsh während der Pressekonferenz über die Wirtschaft und die Inflation sagt. Anleger möchten wissen, ob der neue Fed-Vorsitzende an den aktuellen Erwartungen festhält oder auf eine flexiblere Politik hindeutet.
Warsh könnte betonen, dass der Inflationsdruck nachlässt. Beispielsweise, indem er auf den jüngsten Rückgang des Ölpreises oder die Produktivitätsgewinne durch künstliche Intelligenz hinweist. Damit könnte er die Tür für Zinssenkungen später im Jahr einen Spalt öffnen.
Die entscheidende Frage ist also, ob Warsh den Markt bestätigt oder versucht, auf eine andere Politik vorzubereiten. Klingt er milder als erwartet, könnte das positiv für risikoreiche Anlagen wie Bitcoin sein. Niedrigere Zinsen machen Kredite günstiger und sorgen oft für mehr Kapital in Richtung Aktien und Krypto.
Das dritte Signal dreht sich um die sogenannte Forward Guidance, die Art und Weise, wie die Fed ihre zukünftigen Pläne kommuniziert. Warsh hatte zuvor die Vorgehensweise der Zentralbank kritisiert, die seiner Meinung nach zu sehr mit den Märkten kommuniziert. Auf der Pressekonferenz wird er dazu vermutlich befragt. Gibt er an, dass er die Ausblicke stark zurückschrauben will, könnte das die Märkte bewegen.
Wichtig zu beachten: Die oben genannten drei Signale könnten Bitcoin einen Impuls geben, aber auch in die andere Richtung wirken. Ein unerwartet strenger Ton oder ein Dot-Plot, der stark auf eine Erhöhung hindeutet, könnte die Stimmung ebenso drehen.
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Die Fed verkündet heute Abend ihren Zinsentscheid. Der Zinssatz bleibt wahrscheinlich unverändert, doch der Ton des neuen Vorsitzenden Warsh hat erhebliches Gewicht.
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