In einem bemerkenswerten Urteil hat das US-Berufungsgericht für den Vierten Bezirk einem Hausbesitzer Unrecht gegeben, der einen Verlust von $170.000 durch Kryptobetrug erlitt und diesen bei seinem Versicherer, Lemonade Insurance, geltend machen wollte. Laut Gericht deckt die Versicherung ausschließlich „direkte physische Verluste“, was auf Kryptowährungen nicht zutrifft.
Hausbesitzer fordert Entschädigung für Verlust von $170.000 nach Kryptobetrug
Ali Sedaghatpour hatte Lemonade im Jahr 2022 verklagt, nachdem er im Dezember 2021 einen erheblichen Betrag an APYHarvest überwiesen hatte, eine betrügerische Einheit, die sich als Investmentgesellschaft ausgab. Kurz nach der Überweisung stellte er fest, dass seine von APYHarvest eingerichtete Wallet geleert worden war. Sedaghatpour behauptete, sein Verlust von $170.000 hätte unter die Deckung für persönliche Eigentumsverluste fallen müssen, aber Lemonade lehnte die Forderung ab, da Kryptowährungen immateriell sind und daher nicht als „direkter physischer Verlust“ gelten.
Gericht bestätigt begrenzte Deckung für digitale Vermögenswerte
Das Gericht folgte dieser Argumentation und urteilte, dass die Versicherung nach dem Recht in Virginia nur materielle Verluste abdeckt. Das Gremium aus drei Richtern wies darauf hin, dass digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen nicht automatisch als physisches Eigentum betrachtet werden können. Lemonade Insurance hatte zuvor $500 gemäß einer anderen Vertragsklausel erstattet, die eine begrenzte Deckung für unbefugte elektronische Geldüberweisungen bietet.
Keine Standarddeckung für digitale Verluste durch Betrug
Dieser Fall macht deutlich, dass Versicherungsverträge keinen Standardschutz für digitale Verluste durch Betrug bieten. Das Urteil setzt ein wichtiges Präzedenz im amerikanischen Rechtssystem: Digitale Währungen fallen nicht automatisch unter die Deckung von Hausbesitzer-Versicherungen.
Weder der Anwalt von Sedaghatpour noch Lemonade Insurance gaben unmittelbar eine Stellungnahme ab.
Wichtige Implikationen für Kryptoinvestoren
Diese Entscheidung ist eine der ersten, bei der ein Gericht feststellt, dass Kryptowährungen nicht unter persönliches Eigentum in Hausversicherungen fallen, was potenzielle Auswirkungen auf andere Kryptoinvestoren haben könnte, die darüber nachdenken, Versicherungen für ihre digitalen Vermögenswerte abzuschließen.
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