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Die Bitcoin-ETFs steuern auf ihren schwächsten Monat seit ihrer Einführung Anfang 2024 zu. Anleger zogen im Juni netto mehr als 4,1 Milliarden Dollar aus den dreizehn Spot-Bitcoin-ETFs ab. Damit verzeichnen die Fonds den größten monatlichen Mittelabfluss seit ihrem Start.

Besonders stark traf es den IBIT des Vermögensverwalters BlackRock. Aus dem größten Bitcoin-Fonds der Welt flossen allein rund 3 Milliarden Dollar ab, fast drei Viertel der gesamten Abflüsse.

Bitcoin mit schwächstem Monat seit 2022

Die Rekordabflüsse aus den ETFs fallen in eine Phase, in der auch der Bitcoin-Kurs einen schweren Monat erlebt. Bitcoin steuert auf die schwächste Monatsbilanz seit Juni 2022 zu. Damals mündete eine Reihe von Insolvenzen in der Kryptobranche letztlich im Zusammenbruch der Börse FTX und ihres Gründers Sam Bankman-Fried.

Bitcoin hat in diesem Monat mehr als 18 Prozent verloren und pendelt um die Marke von 60.000 Dollar, nachdem der Kurs in der vergangenen Woche unter diese wichtige Schwelle gefallen war.

Nach Einschätzung von Analysten des Marktforschers Glassnode zeigt der anhaltende Abzug aus den ETFs, dass institutionelle Anleger vorerst vorsichtig bleiben. Bei früheren Korrekturen nutzten sie fallende Kurse, um über die ETFs zusätzlich Bitcoin zu kaufen. Diesmal ist es umgekehrt: Anleger reduzieren ihre Positionen und senken ihr Risiko.

Strategy verstärkt die Verunsicherung

Auch Strategy, das Unternehmen von Michael Saylor, steht im Fokus. Das Unternehmen, das mit Bitcoin im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar den größten BTC-Bestand eines Unternehmens weltweit hält, sorgte zuletzt für zusätzliche Unruhe, weil es Bitcoin im Wert von rund 2,5 Millionen Dollar verkaufte.

Zwar war der Verkauf finanziell bedeutungslos, gemessen an der Bitcoin-Position von rund 50 Milliarden Dollar, symbolisch wirkte die Maßnahme jedoch erheblich. MicroStrategy ist schließlich für seine Buy-and-Hold-Strategie bekannt.

Noch in der Vorwoche verschärfte sich die Lage weiter. Die Vorzugsaktie STRC fiel um 24,67 Prozent und schloss bei 74,57 Dollar. Tony Sycamore, Analyst bei IG Australia, sieht hier eine berechtigte Sorge: Investoren fürchten, dass MicroStrategy künftig mehr Bitcoin verkaufen muss. Das könnte nötig werden, um wandelbare Anleihen zu bedienen und Dividendenverpflichtungen zu erfüllen. Diese Befürchtungen belasten sowohl die MicroStrategy-Aktien als auch das Bitcoin-Sentiment.

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