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Peter Schiff greift erneut Bitcoin (BTC) und Strategy, das Unternehmen von Michael Saylor, scharf an. Nach Einschätzung des bekannten Goldinvestors könnte ein möglicher Zusammenbruch von Strategy für Bitcoin deutlich schwerere Folgen haben als die Pleite von FTX im Jahr 2022.
Das ist eine drastische Aussage. FTX gehörte schließlich zu den größten Skandalen der Kryptogeschichte. Kundengelder in Milliardenhöhe verschwanden, Sam Bankman-Fried wurde zum Gesicht des Betrugs in der Branche, und der Markt erlitt einen schweren Rückschlag.
Der Unterschied liegt Schiff zufolge in der direkten Bitcoin-Exponierung. FTX war vor allem eine Börse und Handelsplattform. Strategy dagegen ist ein börsennotiertes Unternehmen, das vollständig auf Bitcoin ausgerichtet ist.
Den vorliegenden Angaben zufolge hält das Unternehmen mehr als 843.000 Bitcoin. Damit entfallen auf Strategy rund 76 Prozent aller Bitcoin, die bei börsennotierten Unternehmen in den Bilanzen stehen.
Gerät ein solcher Akteur in Schwierigkeiten, trifft das unmittelbar das Vertrauen in Bitcoin selbst. Strategy galt jahrelang als Symbol institutioneller Überzeugung. Saylor kaufte weiter, nahm Kapital auf und verteidigte seine Linie. Für viele Bitcoiner war er der Beleg, dass große Unternehmen Bitcoin als Reserveanlage nutzen können.
Der Bitcoin-Kurs liegt deutlich unter seinem früheren Rekordniveau, Strategy sitzt auf unrealisierten Verlusten von rund 14 Milliarden Dollar. Hinzu kommt, dass die finanziellen Puffer kleiner werden. Die Deckung der Vorzugsaktien soll von gut sieben Jahren auf etwa 14 Monate gesunken sein.
Das schürt Zweifel am Schuldenmodell von Strategy. Das Unternehmen nutzte in den vergangenen Jahren verschiedene Finanzierungsinstrumente, um weitere Bitcoin zu kaufen. Solange der Kurs steigt, wirkt das brillant. Bei einem anhaltenden Rückgang wird dieselbe Strategie jedoch zur Schwachstelle.
Saylor weist diese Sorgen zurück. Ein Liquidationsrisiko entstehe seiner Darstellung nach erst, wenn Bitcoin auf 8.000 Dollar fällt. Zudem wolle er Schulden refinanzieren, statt Bitcoin zu verkaufen. Kritiker überzeugt das nicht.
Schiff richtet seine Kritik nicht nur gegen Strategy. Er stellte auch die Vorstellung infrage, Bitcoin beziehe seinen Wert aus Proof-of-Work. Aus seiner Sicht ist das ein Fehlschluss: Nur weil viel Energie und Aufwand in etwas fließen, ist es deshalb noch nicht wertvoll.
Damit stellt er Bitcoin dem Gold gegenüber. Auch die Goldförderung kostet Energie, bringt Schiff zufolge aber ein physisches Gut hervor, das in Industrie, Schmuck und Handel eingesetzt werden kann. Bitcoin-Mining schaffe dagegen nichts Greifbares.
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