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Der US-Arbeitsmarkt bleibt bemerkenswert stark. Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,3 Prozent weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau, während das Verhältnis von Beschäftigung zur Bevölkerung in der wichtigsten Erwerbsalter-Gruppe nahe einem zyklischen Hoch von 80,7 Prozent liegt.
Gleichzeitig stieg die Zahl der Arbeitsplätze in den letzten sechs Monaten durchschnittlich um 15.000 pro Monat, und das Beschäftigungswachstum lag im Jahr 2026 bisher durchschnittlich bei 68.000 pro Monat.
Das klingt vielleicht nicht spektakulär, aber laut Sonu Varghese ist die Botschaft klar: Die US-Wirtschaft ist weiterhin deutlich stärker, als man es erwarten würde, wenn sie wirklich am Rand eines Kollapses stünde.
Der Kern der Argumentation ist, dass die US-Notenbank (Federal Reserve) bereits vor der aktuellen Krise ein Inflationsproblem hatte. Wenn der Arbeitsmarkt dann auch noch so stark bleibt, verschärft sich dieses Problem nur.
Die dahinterliegende Überlegung ist ziemlich einfach:
Laut dieser Sichtweise hat die Fed also einen Fehler gemacht, indem sie die Geldpolitik gelockert hat, während die Wirtschaft dafür eigentlich noch keinen Spielraum bot.
Die Grafik zeigt zwar, dass das Beschäftigungswachstum in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat. Im Vergleich zu 2022 ist das Tempo deutlich niedriger. Aber ein Rückgang ist nicht dasselbe wie ein Einbruch.
Gerade diese Unterscheidung ist hier wichtig. Wenn die Arbeitslosigkeit niedrig bleibt und viele Menschen im Kernarbeitsalter weiterhin beschäftigt sind, ist es schwer zu behaupten, dass die US-Wirtschaft sich bereits in einer tiefen Schwächephase befindet.
Das macht es auch für die Zentralbank schwieriger, Zinssenkungen zu rechtfertigen, insbesondere wenn Energiepreise und geopolitische Spannungen den Inflationsdruck weiter anheizen könnten.
Für Bitcoin (BTC) ist dieses Thema wichtig, da der Kurs stark mit Liquidität, Zinserwartungen und Risikobereitschaft verknüpft ist.
Wenn die Schlussfolgerung von Varghese zutrifft, ergeben sich daraus etwa drei Konsequenzen:
Kurzfristig stellt dies also eher einen Gegenwind für Bitcoin dar als eine Unterstützung. Eine starke Wirtschaft klingt positiv, aber wenn diese Stärke bedeutet, dass die Fed die Zinsen hoch halten muss, wird das Umfeld für Bitcoin schwieriger.
Die Botschaft dieses Artikels ist klar: Der US-Arbeitsmarkt bleibt überraschend stark, was es schwieriger macht zu argumentieren, dass Zinssenkungen notwendig oder klug waren. Wenn das zutrifft, steht die Fed eher vor einem Inflations- als einem Wachstumsproblem.
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