Der Oktober gilt als einer der stärksten Monate für Bitcoin – und dieses Bild bestätigt sich offenbar auch in diesem Jahr. Der Kurs der größten Kryptowährung stieg am Donnerstag um 4 Prozent auf fast 119.500 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit sieben Wochen.

Damit erholte sich Bitcoin von der Korrektur, die Mitte August begann, als die Kryptowährung von einem zuvor erreichten Rekordniveau zurückfiel.
Warum steigt der Bitcoin-Kurs?
Der Anstieg hängt mit der Erwartung zusammen, dass die US-Notenbank noch in diesem Monat die Zinsen erneut senkt. Neue Zahlen zeigen, dass der US-Arbeitsmarkt abkühlt – mit weniger Neueinstellungen und einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Anleger rechnen inzwischen nahezu sicher damit, dass die Federal Reserve Ende Oktober den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte senkt.
Laut Analysten erhöht das die Attraktivität risikoreicher Anlagen, darunter Bitcoin. „Wenn traditionelle Wirtschaftsindikatoren nachlassen, reagiert Bitcoin sensibler auf Erwartungen an die Geldpolitik“, sagt Marktanalyst Nick Ruck von LVRG Research.
Auch Altcoins reagieren stark
Der Markt reagierte breit auf die Bewegung des Bitcoin-Kurses. Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, legte um gut 5 Prozent auf knapp 4.400 Dollar zu. Auch andere Coins, darunter Solana, Dogecoin und Cardano, verzeichneten Zuwächse von mehr als 6 Prozent.
Mit einer Marktkapitalisierung von über 2,3 Billionen Dollar ist Bitcoin nun größer als Amazon, wie aus Zahlen des Marktforschers CompaniesMarketCap hervorgeht. Insgesamt ist der Wert aller Kryptowährungen auf über 4,1 Billionen Dollar gestiegen.
Historisch gesehen ist der Oktober der beste Monat für Bitcoin. In 10 der vergangenen 12 Jahre beendete die Kryptowährung den Monat mit einem Plus. Anleger sprechen daher oft von „Uptober“, einer Kombination aus „up“ und Oktober.
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