Tuttle Capital Management, ein US-amerikanischer Investmentfonds, hat bei der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) Anträge für eine Reihe von Exchange-Traded Funds (ETFs) eingereicht, die an prominente Kryptowährungen wie Chainlink (LINK), Cardano (ADA) und Polkadot (DOT) gekoppelt sind. Darüber hinaus umfassen die Anträge auch gehebelte ETFs für Kryptowährungen wie XRP, Bonk (BONK), BNB, Solana (SOL) und Litecoin (LTC). Sogar Memecoins wie der Melania-Token (MELANIA) und TRUMP sind Teil der eingereichten Vorschläge.
Mit diesen Anträgen testet Tuttle Capital die Bereitschaft der SEC, hochvolatile und gehebelte Krypto-Produkte zu regulieren. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die SEC unter der Leitung von Interims-Vorsitzendem Mark Uyeda steht, was innerhalb der Kryptoindustrie Hoffnungen auf ein flexibleres und krypto-freundlicheres regulatorisches Umfeld weckt.
Was beinhalten diese ETFs?
Die vorgeschlagenen ETFs sollen die täglichen Kursbewegungen – Gewinne oder Verluste – ihrer zugrunde liegenden Krypto-Assets mit dem Faktor zwei (200 %) nachvollziehen. Dies wird durch Swaps, Call-Optionen und direkte Investitionen ermöglicht. Diese gehebelten ETFs sind besonders attraktiv für Anleger, die auf kurzfristige Preisschwankungen spekulieren möchten.
Der Einsatz von Hebelwirkung birgt jedoch erhebliche Risiken. Während Gewinne stark erhöht werden können, können Verluste genauso schnell steigen. Wenn der Wert eines zugrunde liegenden Vermögenswerts beispielsweise um 50 % sinkt, kann eine Investition in einen 2x gehebelten ETF innerhalb eines Tages vollständig verloren gehen.
Testfall für die SEC
Laut Bloomberg-Analyst James Seyffart stellen diese Anträge einen wichtigen Test für die Grenzen der SEC dar. Er erwartet, dass die neue Krypto-Arbeitsgruppe unter der Leitung von Kommissarin Hester Peirce eine entscheidende Rolle bei der endgültigen Entscheidung spielen wird.
Können diese ETFs genehmigt werden?
Eric Balchunas, leitender ETF-Analyst bei Bloomberg, weist darauf hin, dass die ETF-Anträge unter das Investment Company Act von 1940 fallen. Sollten sie genehmigt werden, könnten sie bereits im April handelbar sein. Dies hängt jedoch von der Bereitschaft der SEC ab, solche Produkte zuzulassen.
Der Antrag von Tuttle reiht sich in eine wachsende Liste von Krypto-ETF-Vorschlägen ein, die auf eine Genehmigung warten. Zuvor hatten Osprey und REX Shares ähnliche Anträge für ETFs gestellt, die an Dogecoin (DOGE), BONK, XRP und Solana gekoppelt sind.
Analysten zweifeln jedoch daran, dass Memecoin-ETFs wie MELANIA und TRUMP grünes Licht erhalten werden, da sie extrem volatil sind. Produkte, die mit etablierten Kryptowährungen wie Solana, XRP und Litecoin verbunden sind, haben hingegen größere Erfolgsaussichten.
„Ich bin gespannt, wo die SEC die Grenze zieht und warum“, sagt Balchunas. „Allein die Tatsache, dass die Anträge für DOGE- und TRUMP-ETFs noch nicht abgelehnt wurden, ist bereits bemerkenswert.“
Zcash: Wichtiges Ironwood-Upgrade kommt am 28. Juli
Die Entwickler von Zcash haben die endgültige Blockhöhe festgelegt, bei der das lang erwartete Ironwood-Upgrade aktiviert werden soll.
Von 316 Dollar auf über 2 Millionen: Krypto-Trader landet Treffer auf Robinhood Chain
Ein unbekannter Trader machte aus einer Investition von 316 Dollar mehr als 2 Millionen Dollar – dank der rasanten Rally des Memecoins CASHCAT.
Robinhoods neues Netzwerk treibt Arbitrum um 21 Prozent nach oben
Das Ethereum-Projekt Arbitrum zählt derzeit zu den stärksten Werten am Kryptomarkt. Auslöser ist der erfolgreiche Start der „Robinhood Chain“.
Meist gelesen
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
SWIFT drängt in Ripples Kernmarkt: Gerät XRP unter Druck?
Das Zahlungsnetzwerk SWIFT baut eine eigene Blockchain auf – ausgerechnet in dem Bereich, auf den Ripple mit XRP seit Jahren setzt. Was bedeutet das?
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
