Die US-Medienpersönlichkeit Tucker Carlson hat kürzlich erneut gegen Bitcoin (BTC) ausgeteilt. Bei einem öffentlichen Auftritt deutete er an, die Digitalwährung könne ein Projekt der CIA, des Auslandsgeheimdienstes der Vereinigten Staaten, sein. Sein Misstrauen dreht sich um eine zentrale Frage: Wer oder was ist Satoshi Nakamoto?
Carlson traut Bitcoin nicht
In einer jüngsten Rede bei einer Veranstaltung der US-Jugendorganisation Turning Point USA sagte Tucker Carlson, Bitcoin sei möglicherweise „von der CIA erschaffen worden“. Die CIA wird in Verschwörungstheorien über geheime Staatsprojekte häufiger genannt.
Tucker Carlson ist ein US-Journalist und politischer Kommentator, vor allem bekannt durch seine Zeit bei Fox News. Dort moderierte er jahrelang die erfolgreiche Sendung „Tucker Carlson Tonight“, in der er die etablierte Ordnung scharf kritisierte.
Nach Ansicht des ehemaligen Fox-News-Moderators gibt es gute Gründe für sein Misstrauen. Er hält es für verdächtig, dass die Identität von Satoshi Nakamoto, dem anonymen Erfinder von Bitcoin, bis heute unbekannt ist. Zusammen mit der Tatsache, dass Milliarden US-Dollar in BTC nie bewegt wurden, werfe das für ihn die Frage auf, ob eine staatliche Behörde dahintersteckt.
Carlson sagt, er würde Bitcoin erst trauen, wenn klar ist, wer oder was die Währung entworfen hat. Die Anonymität rund um den Gründer macht es ihm unmöglich, sich bei einem Investment wohlzufühlen.
Ein Nutzer auf X reagiert kritisch auf Carlsons Aussagen. Seiner Ansicht nach hätte die CIA damit ungewollt eine Waffe gegen sich selbst geschaffen. „Wenn die CIA wirklich Bitcoin erschaffen hat, hat sie versehentlich ein globales, zensurresistentes Geldsystem gebaut, das zentrale Macht untergräbt und Menschen einen Ausweg aus dem Fiat-System bietet.“
Es ist nicht das erste Mal, dass Tucker Carlson Zweifel am Ursprung von Bitcoin äußert. Bei einer internen Runde auf der Bitcoin-Konferenz in Nashville bekräftigte er bereits zuvor seine Überzeugung, der US-Geheimdienst sei an der Entstehung beteiligt gewesen. „Natürlich war es die CIA, das wissen wir doch alle“, sagte er lachend.
Der Satoshi-Mythos
Carlsons Zweifel kontrastieren mit dem Blick vieler Bitcoin-Befürworter auf den anonymen Gründer. In der Krypto-Community gilt die Anonymität von Satoshi Nakamoto als essenziell für das Ethos von Bitcoin: ein dezentrales Netzwerk, das von niemandem kontrolliert wird.
Bis heute ist unklar, ob Satoshi Nakamoto eine einzelne Person oder eine Gruppe von Entwicklern ist. Das letzte öffentliche Lebenszeichen stammt aus dem Jahr 2011; danach verschwand er oder sie vollständig von der Bildfläche. Mit nahezu 1,1 Millionen Bitcoin zählt Satoshi jedenfalls zu den Reichsten dieses Planeten. Beim aktuellen Bitcoin-Kurs entspricht das rund 120 Milliarden US-Dollar.
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