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Donald Trump hat die Märkte bereits dutzende Male auf ein bevorstehendes Abkommen eingestimmt, doch nun ist es endlich soweit. Die USA und Iran unterzeichnen am Freitag in der Schweiz eine Vereinbarung, die die Straße von Hormus wieder öffnet und für 60 Tage die Waffenruhe sichert.
Die schwierigsten Fragen werden jedoch einfach vertagt.
Gestern Abend fiel endlich die lang erwartete Ankündigung. Es handelt sich nicht um einen endgültigen Vertrag, sondern um ein 60-tägiges Memorandum, das von beiden Parteien verlängert werden kann. Das geht aus Details hervor, die Axios von einem US-Beamten erhielt.
Die Straße von Hormus wird wieder geöffnet, ohne Zölle. Iran räumt die von ihnen gelegten Seeminen und die USA heben daraufhin schrittweise die Blockade iranischer Häfen auf. Iran darf wieder Öl verkaufen, aber die eingefrorenen Vermögenswerte bleiben blockiert, bis ein endgültiges Abkommen vorliegt.
Doch das Schwierigste bleibt ungelöst. Iran sagt zu, niemals Atomwaffen zu bauen, während verbindliche Vereinbarungen zur Anreicherung erst in den folgenden 60 Tagen getroffen werden sollen.
Dies waren die ganze Zeit die Stolpersteine und eigentlich der gesamte Grund, warum der Krieg im Februar begann. Anreicherung bedeutet die Erhöhung des Urananteils bis es nutzbar wird, für Energie oder bei hohen Anteilen, für eine Bombe.
Genau hier prallen beide Seiten aufeinander. Trump besteht darauf, dass das Abkommen keinerlei Anreicherung erlaubt. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sagt das Gegenteil.
„Anreicherung in Iran geht jedoch weiter, mit oder ohne Abkommen.“
Iran verfügt über mehr als 9.000 Kilo angereichertes Uran, wovon 440 Kilo fast waffenfähig sind.
Die Wiedereröffnung von Hormus ist für die Weltwirtschaft von großer Bedeutung. Durch diese schmale Meerenge werden normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert.
Die Schließung ließ die Energiepreise steigen und befeuerte die Inflation. Auf die Nachricht hin fielen die Ölpreise um mehr als 4 Prozent. Ein Barrel Brent-Öl kostet jetzt 83 Dollar, was bereits über 30 Prozent niedriger ist als der Höchststand vor fast drei Monaten.
Die Lücke zu den Preisen vor dem Krieg wird dadurch immer kleiner. Das entlastet den Inflationsdruck, und wenn das Öl wieder normal fließt, rücken auch Zinssenkungen wieder ins Blickfeld. Wie vor dem Krieg.
Infolge der blockierten strategischen Meerenge entstand eine Energiekrise, die Benzinpreise schossen in die Höhe und die Inflation erreichte das höchste Niveau seit Jahren. Das brachte die politischen Entscheidungsträger in Schwierigkeiten.
Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte letzte Woche erneut die Zinsen und auch in den USA scheint eine Erhöhung näher als eine Senkung, gerade wegen des Krieges.
All das macht die Wiedereröffnung zu einer großen Erleichterung für Investoren und das spiegelt sich heute in deutlichen Kursgewinnen wider:
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Gold steht seit den Rekordständen vom Januar 2026 unter Druck. Allein im Juni zogen Anleger aus den ETFs fast 9 Milliarden Dollar ab.
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