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Jersey Mike’s hat sein lang erwartetes Börsendebüt an der New York Stock Exchange gegeben. Die US-Sandwichkette nahm bei dem Börsengang rund 1 Milliarde Dollar ein. Anleger reagierten allerdings zurückhaltender als im Vorfeld erwartet.
Die Aktie schloss den ersten Handelstag unter dem Ausgabepreis. Das wirft Fragen zur Bewertung des Unternehmens auf. Zudem bestehen Zweifel, wie groß die Nachfrage nach neuen Börsengängen derzeit tatsächlich ist.
Jersey Mike’s platzierte seine Aktien zu einem Ausgabepreis von 23 Dollar je Anteil. Damit wurde die Restaurantkette mit rund 7 Milliarden Dollar bewertet. Ein großer Teil des Erlöses soll zur Rückzahlung von Schulden verwendet werden. Diese waren nach der Übernahme durch die Investmentgesellschaft Blackstone im Jahr 2024 entstanden.
Die übliche Rally am ersten Handelstag blieb jedoch aus. Die Aktie verlor gegenüber dem Ausgabepreis rund sechs Prozent. Das ist bemerkenswert, denn Börsengänge in den USA verzeichneten in diesem Jahr am ersten Handelstag im Durchschnitt deutliche Kursanstiege.
Nach Einschätzung von CEO Charlie Morrison ist der schwache erste Handelstag kein Grund zur Sorge. Er verweist darauf, dass Jersey Mike’s vor allem eine langfristige Wachstumsgeschichte sei. Geplant ist, die Zahl der Standorte weltweit von mehr als 3.300 auf langfristig rund 15.000 zu erhöhen. Die Kette will dabei nicht nur in den USA wachsen. Auch international sind weitere Expansionen vorgesehen.
Jersey Mike’s setzt sich mit einem nahezu vollständig franchisebasierten Geschäftsmodell ab. Das sorgt für vergleichsweise stabile Einnahmen und begrenzt den Investitionsbedarf für neue Standorte. Für Anleger ist ein solches Modell in der Regel attraktiv. Zugleich fragen sich Analysten, ob die Bewertung des Unternehmens nicht zu ambitioniert ist. Das gilt besonders, weil das Private-Equity-Haus Blackstone nach dem Börsengang einen großen Teil der Kontrolle behält.
Der Börsengang von Jersey Mike’s gilt als wichtiger Gradmesser für den US-Markt für Konsumaktien. Derzeit bereiten auch mehrere große Unternehmen einen Gang an die Börse vor. Eine starke Aufnahme hätte den Weg für weitere IPOs ebnen können. Die verhaltene Reaktion der Anleger zeigt jedoch, dass der Markt bei hohen Bewertungen kritisch bleibt.
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