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Die SpaceX-Aktie ist am Mittwoch um rund fünf Prozent auf gut 151 Dollar gestiegen. Anleger reagieren auf einen neuen Meilenstein bei Starship, der größten Rakete, die Elon Musks Raumfahrtunternehmen bislang gebaut hat. SpaceX will kommende Woche erstmals versuchen, die Oberstufe von Starship tatsächlich in eine Erdumlaufbahn zu bringen. Gelingt das, wäre es ein wichtiger Schritt in Richtung kommerzieller Flüge, weiterer Starlink-Starts und künftiger Mondmissionen.
SpaceX hat den vierzehnten Testflug von Starship für den 22. September angesetzt. Das wichtigste Ziel unterscheidet sich diesmal von den ersten dreizehn Flügen: Die Oberstufe der Rakete soll erstmals eine stabile Umlaufbahn um die Erde erreichen.
Für das Projekt ist das eine entscheidende Schwelle. Seit dem ersten Testflug im April 2023 hat Starship bereits große Distanzen zurückgelegt. Einige Tests endeten spektakulär mit einer Explosion, bei anderen Versuchen landete das Raumfahrzeug kontrolliert im Meer. Ein vollständiger Orbitalflug blieb bislang jedoch aus.
Das war zum Teil Absicht. SpaceX entschied sich bei früheren Tests für eine sichere suborbitale Flugbahn. Starship erreichte dadurch nicht genügend Geschwindigkeit, um in einer Erdumlaufbahn zu bleiben. Hätte das Unternehmen während des Flugs die Kontrolle verloren, wäre das Raumfahrzeug von selbst wieder in die Atmosphäre eingetreten und in Richtung eines zuvor festgelegten Gebiets geflogen.
Bei Flight 14 soll sich das ändern. Starship startet erneut auf einer solchen sicheren Flugbahn, kann anschließend aber eine zusätzliche Triebwerkszündung durchführen, sofern die Systeme ordnungsgemäß arbeiten.
Die Anforderungen liegen damit deutlich höher als bei früheren Tests. Um in einer niedrigen Erdumlaufbahn zu bleiben, muss Starship nach Angaben von SpaceX eine Geschwindigkeit von rund 28.000 Kilometern pro Stunde erreichen.
Auch die Dauer der Mission zeigt, wie groß der nächste Schritt ist. Frühere Testflüge dauerten in der Regel etwa eine Stunde. Flight 14 könnte fast zehn Stunden in Anspruch nehmen.
Nach dem Start von Starbase in Südtexas soll sich der gewaltige Super-Heavy-Booster von Starship trennen. Diese untere Stufe verfügt über 33 Raptor-Triebwerke und liefert den Großteil des Schubs beim Start.
Die Oberstufe soll anschließend auf mehr als 270 Kilometer Höhe über der Erde steigen und unseren Planeten rund sechs Mal umrunden. SpaceX überwacht dabei genau, ob alle Systeme korrekt funktionieren.
Wenn keine Probleme auftreten, soll Starship schließlich erneut ein Triebwerk zünden, um die Umlaufbahn kontrolliert zu verlassen. Danach soll das Raumfahrzeug im Pazifik westlich von Chile wassern.
Ein erfolgreicher Flug würde weit mehr ermöglichen als nur längere Testmissionen. SpaceX will Starship künftig nutzen, um große Satelliten und andere Nutzlasten ins All zu bringen. Auch für den weiteren Ausbau von Starlink ist das Raumfahrzeug wichtig.
Danach wartet eine noch kompliziertere Aufgabe. SpaceX will zwei Starships in der Erdumlaufbahn miteinander koppeln, um mehrere Hundert Tonnen extrem gekühlten Treibstoffs umzupumpen. Diese Technik ist nötig, damit Starship später weiter entfernte Ziele wie den Mond und den Mars erreichen kann.
Anleger reagierten positiv auf den konkreten Starttermin. Die SpaceX-Aktie stieg am Mittwoch um rund fünf Prozent auf 151,12 Dollar. Damit setzte sich das Unternehmen deutlich von anderen Raumfahrtwerten ab.

Rocket Lab legte zur gleichen Zeit nur um rund 0,3 Prozent zu, AST SpaceMobile um etwa 0,85 Prozent. Auch der Procure Space ETF gewann weniger als ein Prozent. Das deutet darauf hin, dass die Kursbewegung vor allem mit den Nachrichten rund um SpaceX selbst zusammenhing und nicht mit einer breiten Erholung im Raumfahrtsektor.
Dennoch preist der Markt ein Ergebnis ein, das noch aussteht. Seit SpaceX im Juni an die Börse gegangen ist, liegt die Aktie trotz des Anstiegs vom Mittwoch noch immer rund sieben Prozent im Minus.
Die Erwartungen an Starship sind hoch. SpaceX entwickelt das Raumfahrzeug als vollständig wiederverwendbares Transportsystem. Elon Musk will die Rakete langfristig für bemannte Missionen zum Mars einsetzen. Zudem hat SpaceX einen Vertrag mit der NASA über eine angepasste Version von Starship, die im Rahmen des Artemis-Programms Astronauten auf dem Mond landen soll.
Dafür muss zunächst der nächste grundlegende Schritt gelingen. Nach dreizehn Testflügen erhält Starship am 22. September die Chance zu beweisen, dass es tatsächlich in einer stabilen Erdumlaufbahn bleiben kann.
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