Präsident Donald Trump schlägt einen völlig anderen Weg ein als seine Vorgänger, wenn es um Krypto geht. Seine Ambition ist klar: Er will die Vereinigten Staaten zur „Krypto-Hauptstadt der Welt“ machen. Diese Ambition unterstreicht er mit konkreten Aktionen.
Im März gab er grünes Licht für die Gründung einer nationalen Bitcoin (BTC)-Reserve. Diese Entscheidung hat mittlerweile auch andere amerikanische Staaten aktiviert. Einige haben bereits Gesetzgebung verabschiedet, um eigene Bitcoin-Reserven aufzubauen.
Immer mehr Staaten setzen auf Bitcoin
In den USA ist ein deutlicher Trend erkennbar: Immer mehr Staaten nehmen Bitcoin ernst und bauen ihre eigene BTC-Reserve auf. New Hampshire, Texas und Arizona sind die ersten drei Staaten, die das wirklich vorantreiben. Damit bekommt Bitcoin langsam aber sicher einen offiziellen Platz im Finanzsystem einiger Staaten.
New Hampshire war Vorreiter. Dort unterzeichnete Gouverneurin Kelly Ayotte früher in diesem Jahr das Gesetz HB 302, das es dem Staat erlaubt, bis zu 5% seiner öffentlichen Mittel in digitale Vermögenswerte wie Bitcoin, aber auch in Gold zu investieren.
Grundsätzlich darf der Staat auch in andere Kryptos investieren, allerdings sind die Regeln streng. So muss eine Kryptowährung im vergangenen Jahr eine Marktkapitalisierung von mindestens 500 Milliarden Dollar gehabt haben. Ethereum (ETH) liegt mit 456 Milliarden Dollar derzeit noch knapp darunter, könnte aber bald in Frage kommen.
Texas und Arizona wählen ihren eigenen Weg
Auch Texas umarmt Bitcoin. Mit der Gründung einer ‚Strategic Bitcoin Reserve‘ macht der Staat BTC offiziell zu einem Teil seiner Reserven. Der Staat kann Bitcoin durch Käufe, Spenden und sogar Airdrops erwerben. Gouverneur Greg Abbott nennt es „einen Schutz gegen Inflation und wirtschaftliche Schocks.“
Arizona geht es etwas anders an. Dort gab es kein Gesetz für eine offizielle Reserve, aber seitdem darf der Staat Krypto behalten, die durch Beschlagnahmungen erworben wurde. Indirekt baut also Arizona doch an einer eigenen Kryptoreserve.
Noch viele weitere Staaten in der Pipeline
Es ist sehr wahrscheinlich, dass es nicht bei diesen drei bleibt. In nicht weniger als 17 anderen Staaten liegen Gesetzesvorschläge vor, die für eine vergleichbare Politik sorgen sollen. Ohio ist ein gutes Beispiel dafür: Dort hat der republikanische Abgeordnete Steve Demetriou kürzlich einen Vorschlag eingereicht, um ebenfalls eine Bitcoin-Reserve einzuführen.
Dennoch ist nicht jeder begeistert. In fünf Staaten, darunter Montana und Pennsylvania, wurden ähnliche Pläne abgelehnt. Die größten Bedenken? Die Volatilität von Krypto und die Risiken für das Staatskapital.
Nationale BTC-Reserve doch kleiner als gedacht?
In der Kryptowelt wurde mit Begeisterung auf die Ankündigung einer nationalen Bitcoin-Reserve reagiert. Lange Zeit wurde angenommen, dass die US-Regierung etwa 200.000 BTC besitzt – gut für fast 24 Milliarden Dollar bei einem Kurs von 118.800 $.
Aber laut neuen Dokumenten, geteilt von Journalistin L0la L33tz, ist die tatsächliche Zahl viel niedriger: 29.000 BTC. Das entspricht etwa 3,45 Milliarden Dollar. Immer noch eine beträchtliche Summe, aber deutlich weniger beeindruckend als angenommen.
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