Kevin Hassett, einer der ranghöchsten Wirtschaftsberater im Weißen Haus und an der Digital-Asset-Politik beteiligt, gehört laut der Nachrichtenagentur Bloomberg zu den aussichtsreichsten Kandidaten für den Posten des neuen Vorsitzenden der US-Notenbank (Federal Reserve).
Enge Verbindungen zwischen Hassett und der Kryptobranche
Hassett spielte eine zentrale Rolle in der sogenannten Digital Asset Market Working Group, einem Gremium beim National Economic Council. Diese Arbeitsgruppe veröffentlichte im vergangenen Sommer einen Bericht mit Empfehlungen für die Regulierung von Kryptowährungen.
Darin ging es unter anderem um Vorschläge zu:
- Bankenaufsicht,
- einer möglichen nationalen Kryptoreserve,
- Stablecoins,
- Steuerregeln,
- und der Bekämpfung von Finanzkriminalität.
Im Juni machte Hassett öffentlich, dass er einen Anteil von mindestens 1 Million US-Dollar an der Kryptobörse Coinbase (COIN) hält. Sein Engagement in der Branche macht ihn zu einem spannenden Kandidaten für die Spitze der US-Notenbank.
Zum engen Kreis um Präsident Trump
Nach Informationen, die Bloomberg vorliegen, betrachtet Präsident Donald Trump Hassett als Vertrauten. Sollte er ernannt werden, hätte Trump einen engen Verbündeten an der Spitze der Fed – einer Institution, mit der der Präsident in den vergangenen Monaten mehrfach aneinandergeraten ist.
Trump drängte nämlich auf schnellere Zinssenkungen, doch die US-Notenbank wollte diesem Kurs bislang nicht voll folgen.
Sprecherin Karoline Leavitt äußerte sich zurückhaltend: „Niemand weiß, was Präsident Trump tun wird, bevor er es tut. Bleiben Sie dran“, erklärte sie.
Weitere Namen im Rennen
Trump nannte in der vergangenen Woche auch andere Kandidaten, darunter:
- Fed-Gouverneur Christopher Waller,
- den früheren Fed-Beamten Kevin Warsh,
- Fed-Vizechefin für Aufsicht Michelle Bowman,
- und Rick Rieder, Anleihenchef beim Vermögensverwalter BlackRock.
Wen der Präsident am Ende auch nominiert – der Kandidat muss zunächst vom Senat bestätigt werden.
Fed unter politischem Druck
Die Federal Reserve stand in jüngster Zeit immer wieder im Zentrum der Kritik Trumps. Der Präsident drängt auf Zinssenkungen und hatte sogar angedeutet, Fed-Chef Jerome Powell entlassen zu wollen.
Rechtlich ist das jedoch schwierig: Ein Mitglied des Fed-Direktoriums kann nur „aus triftigen Gründen“ abberufen werden – um die Unabhängigkeit der Notenbank vor politischem Einfluss zu schützen.
Für Bitcoin dürfte es ein positives Signal sein, sollte Hassett den Posten bekommen. Er ist schließlich Investor bei Coinbase und dürfte möglicherweise auch selbst Bitcoin halten.
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