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Das geplante Friedensabkommen zwischen den USA und Iran sieht angeblich einen Wiederaufbaufonds von 300 Milliarden Dollar für Iran vor. Dieser Fonds erfüllt eine wesentliche Forderung Irans, jedoch weigert sich Trump, dass Washington selbst zahlt. Die Rechnung geht an die Golfstaaten.
Die Trump-Regierung hat arabische Länder in der Golfregion informell gebeten, für den Wiederaufbau Irans finanziell einzuspringen. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf US-Beamte, die an den Verhandlungen beteiligt sind.
Es handelt sich um einen internationalen Investitionsfonds von etwa 300 Milliarden Dollar (rund 264 Milliarden Euro), an dem sich die USA selbst nicht direkt beteiligen.
Trump hat jahrelang seinen Vorgänger Barack Obama für die 1,7 Milliarden Dollar kritisiert, die 2016 nach Iran überwiesen wurden. Diese Kritik bleibt in seiner politischen Anhängerschaft ein empfindliches Thema, auch wenn es jetzt um eine deutlich größere Summe geht.
Die Idee stammt angeblich von Steve Witkoff, Trumps Nahost-Gesandtem, und Jared Kushner, dem Schwiegersohn des Präsidenten. Beide haben einen Hintergrund im Immobilienbereich und sollen bereits früher mit Plänen für Immobilienprojekte in Teheran gespielt haben.
Iran hatte zuvor in den Gesprächen auf Reparationen gedrängt. Iranische Beamte schätzen die Kriegsschäden selbst auf 300 Milliarden bis 1 Billion Dollar.
Die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz bleibt das größte Hindernis. Durch diese Meerenge lief vor dem Krieg etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasverkehrs.
Iran blockierte Ende Februar die Durchfahrt mit Seeminen, woraufhin die US-Marine eine eigene Blockade iranischer Häfen errichtete. Laut dem Vorschlag muss Teheran innerhalb von 30 Tagen alle Minen räumen, während die US-Blockade schrittweise abgebaut wird, sobald die Schifffahrt wieder aufgenommen wird.
Zusätzlich wird über die teilweise Freigabe iranischer Gelder gesprochen, die in Katar blockiert sind. Diese Gelder dürfen dann ausschließlich für humanitäre Güter wie Medikamente und industrielle Rohstoffe verwendet werden.
Vizepräsident JD Vance dämpfte am Donnerstagabend die Erwartungen. „Ganz nah, aber wir sind noch nicht am Ziel,“ sagte er zu Reportern in Washington.
Laut Vance gibt es noch Uneinigkeiten bei einigen Textpassagen, insbesondere zur iranischen Urananreicherung. Trump hat die Details am Donnerstag auf seinem Schreibtisch erhalten, möchte sich jedoch Berichten zufolge „ein paar Tage“ Bedenkzeit nehmen, bevor er unterzeichnet.
Die Kernverhandlungen über Irans Atomprogramm und die US-Sanktionen werden auf eine zweite Phase verschoben. Bis dahin verspricht Iran, sein Nuklearprogramm auszusetzen, im Gegenzug für das Versprechen Washingtons, keine neuen Sanktionen zu verhängen.
Iran verlangt Genehmigung und Versicherung für Schiffe zur Passage der Straße von Hormus und schließt zukünftige Mautgebühren nicht aus.
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