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Die Vereinigten Staaten und Iran haben laut Axios eine vorläufige Vereinbarung getroffen, ihren Waffenstillstand um sechzig Tage zu verlängern. Beide Länder möchten zudem über ein endgültiges Kriegsende und einen neuen Deal zum iranischen Atomprogramm verhandeln. Präsident Donald Trump muss die Vereinbarungen noch offiziell genehmigen.
Die Nachricht sorgte sofort für Erleichterung an den Finanzmärkten. Der Ölpreis fiel auf rund 94 Dollar pro Barrel, während der S&P 500 um 0,25 % zulegte. Anleger hoffen, dass das mittlerweile fast drei Monate andauernde Konflikt seinen Endspurt erreicht.
Axios beruft sich auf zwei US-Beamte und eine regionale Quelle, die an den Gesprächen beteiligt sein soll.
Dem Vorschlag zufolge soll die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz wieder vollständig in Gang kommen. Iran müsste innerhalb von dreißig Tagen alle Seeminen aus der kritischen Wasserstraße entfernen.
Die Meerenge ist einer der zentralen Streitpunkte im Konflikt. Seit der faktischen Schließung Ende Februar stehen etwa zwanzig Prozent des weltweiten Öl- und Gasangebots unter Druck. Das trieb die Energiepreise in die Höhe und schürte erneut Inflationssorgen.
Trump sagte am Mittwoch, dass kein Land die strategische Passage kontrollieren dürfe.
„Es handelt sich um internationales Gewässer“, sagte er während einer Kabinettssitzung. „Die Meerenge wird für alle offen sein.“
Dennoch bleibt die Lage angespannt. Trotz der diplomatischen Fortschritte gerieten die USA und Iran in der letzten Nacht erneut aneinander. US-Truppen schossen vier iranische Drohnen ab, die laut Washington auf ein Handelsschiff abzielten. Auch wurde eine iranische Raketenabschussvorrichtung bei der Straße von Hormuz getroffen.
Laut den USA handelte es sich um defensive Maßnahmen und der Waffenstillstand blieb offiziell bestehen. Iranische Staatsmedien berichteten hingegen, dass Iran eine US-Basis angegriffen habe, von der aus die Operation durchgeführt worden sei. Kuwait erklärte zudem, eine aus Iran abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen zu haben.
Neben der Schifffahrt müssen sich beide Parteien auch über die eingefrorenen iranischen Gelder einigen. Es geht um etwa 24 Milliarden Dollar. Am Donnerstag meldete die semioffizielle Nachrichtenagentur Tasnim, dass Teheran die Freigabe aller von den USA blockierten Gelder fordert.
Trump zeigte sich am Mittwoch zurückhaltend. „Wir reden nicht über irgendeine Lockerung von Sanktionen, kein Geld, gar nichts,“ sagte er. Später fügte er jedoch hinzu: „Wenn sie sich ordentlich benehmen und das Richtige tun, werden wir ihnen ihr Geld geben.“
Trump deutet an, dass ein endgültiges Abkommen in greifbarer Nähe ist, befindet sich jedoch im Dilemma zwischen den iranischen Forderungen nach einem Ende der Angriffe und finanzieller Erleichterung und dem Druck republikanischer Hardliner, die Sache zu Ende zu bringen oder zumindest keinen schlechten Deal abzuschließen.
Sowohl Iran als auch die USA haben erklärt, dass die Gespräche über Vermittler wie Pakistan und Katar Fortschritte machen. Außenminister Marco Rubio sagte am Dienstag, dass noch einige Tage erforderlich seien, um zu einer Einigung zu gelangen.
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