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Der Ölpreis ist am Montag deutlich gestiegen, nachdem Donald Trump angekündigt hatte, dass die Vereinigten Staaten eine Abgabe von 20 Prozent auf sämtliche Fracht erheben wollen, die durch die Straße von Hormus transportiert wird. Nach Trumps Darstellung soll die USA für den Schutz einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt entschädigt werden.
Der US-Präsident schrieb auf Truth Social, die Vereinigten Staaten würden künftig als „Schutzmacht der Straße von Hormus“ auftreten. Im Gegenzug wolle Washington eine Vergütung für die Kosten erhalten, die mit der Sicherung der strategisch wichtigen Wasserstraße verbunden sind. Laut Trump soll die Ausarbeitung des Plans sofort beginnen.
Die Reaktion am Ölmarkt ließ nicht lange auf sich warten. Sowohl Brent als auch WTI legten nach den Aussagen um rund fünf Prozent zu. Brent stieg dabei erneut über die Marke von 80 Dollar je Barrel.
Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Handelsrouten der Welt. Etwa ein Fünftel des weltweit transportierten Öls passiert die schmale Passage zwischen Iran und Oman. Frühere Spannungen in der Region hatten bereits für deutliche Schwankungen am Energiemarkt gesorgt.
Trump zufolge profitierten andere Länder jahrelang von der amerikanischen Militärpräsenz, ohne dafür zu zahlen.
„Bislang haben wir die Route kostenlos gesichert. Künftig werden wir dafür bezahlt“, sagte Trump bereits am Montag.
Unklar ist bislang, wie die US-Regierung die vorgeschlagene Abgabe umsetzen will. Das Weiße Haus hat noch keine Details bekannt gegeben. Ebenso offen ist, ob Verbündete in der Golfregion vorab informiert wurden.
Zudem wirft der Vorschlag rechtliche Fragen auf. Nach internationalem Seerecht haben Schiffe grundsätzlich Anspruch auf freie Durchfahrt durch internationale Meerengen. Staaten dürfen nur Gebühren für konkrete Dienstleistungen gegenüber einzelnen Schiffen erheben, nicht für die Durchfahrt selbst.
Sollte der Plan tatsächlich umgesetzt werden, könnte das Folgen für den Welthandel, die Energiepreise und die Inflation haben. Höhere Ölpreise führen häufig zu größerer Unsicherheit an den Finanzmärkten, was sich auch auf risikoreiche Anlagen wie Bitcoin und andere Kryptowährungen auswirken kann.
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