Laut Präsident Donald Trump hat die US-Regierung mit ihrer Investition in Intel mittlerweile einen Gewinn von über 30 Milliarden Dollar erzielt. Der Chip-Hersteller erreichte Anfang Mai einen neuen Rekordkurs, nachdem die Aktie seit dem Einstieg der USA um mehr als 385 Prozent gestiegen ist.
US-Regierung erwirbt Beteiligung an Intel
Im August 2025 soll die Regierung eine Beteiligung von 9,9 Prozent an Intel zu einem Preis von 20,47 Dollar pro Aktie erworben haben. Am 1. Mai schloss Intel bei 99,62 Dollar, nachdem die Aktie zuvor einen Rekordstand von 100,45 Dollar erreicht hatte.
Den genannten Zahlen zufolge kaufte die US-Regierung etwa 433,3 Millionen Aktien für insgesamt 8,9 Milliarden Dollar. Bei dem letzten Schlusskurs ist diese Beteiligung nun rund 43,1 Milliarden Dollar wert. Damit beläuft sich der unrealisierte Gewinn auf über 34 Milliarden Dollar.
Von Subvention zu Aktienbeteiligung
Die Investition wurde laut Berichten durch die Umwandlung noch nicht ausgezahlter Subventionen in Aktien ermöglicht. Es handelte sich um 5,7 Milliarden Dollar an CHIPS Act-Subventionen und 3,2 Milliarden Dollar aus dem Secure Enclave-Programm.
Dadurch wurde die US-Regierung zum größten Einzelaktionär von Intel. Es handelt sich jedoch um eine passive Beteiligung ohne Stimmrecht und Sitz im Vorstand.
Der Deal beinhaltete außerdem eine Option, mit der die Regierung innerhalb von fünf Jahren weitere 5 Prozent von Intel zu 20 Dollar pro Aktie kaufen kann. Diese Option greift, falls Intel die Mehrheit seiner Foundry-Division verlieren sollte.
Starke Zahlen verleihen Aktie neuen Schwung
Der enorme Kursanstieg wurde durch starke Quartalszahlen zusätzlich befeuert. Intel meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 13,58 Milliarden Dollar, was 7 Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich über der Erwartung von 12,42 Milliarden Dollar liegt.
Auch der Gewinn übertraf die Erwartungen deutlich. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,29 Dollar, während Analysten nur 0,01 Dollar erwartet hatten.
Besonders die Data Center und AI-Sparte zog Aufmerksamkeit auf sich. Dieser Bereich erzielte 5,1 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 22 Prozent. Auch Intel Foundry wuchs stark, mit einem Umsatzplus von 16 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar.
AI bringt Intel zurück ins Spiel
Intels Comeback wird stark mit der Nachfrage nach AI-Infrastruktur in Verbindung gebracht. Die neuesten Xeon 6-Prozessoren des Unternehmens werden in Nvidias DGX Rubin-Systemen eingesetzt. Zudem hat Intel eine mehrjährige Zusammenarbeit mit Google für maßgeschneiderte AI-Infrastruktur gestartet.
Darüber hinaus ist Intel an Elon Musks Terafab-Chipkomplex in Austin beteiligt. Tesla plant, Intels zukünftigen 14A-Fertigungsprozess für neue Fahrzeuge und Roboter zu nutzen.
Diese Kooperationen stärken den Eindruck, dass Intel wieder eine ernstzunehmende Rolle in der AI-Wertschöpfungskette spielt. Lange Zeit galt das Unternehmen als Nachzügler im Vergleich zu Nvidia, TSMC und AMD, doch Anleger scheinen nun wieder Vertrauen in die Strategie zu gewinnen.
Neue Führung stärkt Vertrauen
CEO Lip-Bu Tan, der vor über einem Jahr das Ruder übernommen hat, erhält von Marktbeobachtern Anerkennung für den Kurswechsel bei Intel. Unter seiner Leitung fokussiert sich das Unternehmen stärker auf AI, Rechenzentren und Foundry-Kapazitäten.
Laut Jim Cramer gehörten die Quartalszahlen zu den stärksten Umsatzleistungen von Intel seit Jahren. Er verwies unter anderem auf bessere Margen, eine stärkere Nachfrage nach CPUs und eine verbesserte Preisgestaltung.
Durch die Rally ist der Börsenwert von Intel auf etwa 500 Milliarden Dollar gestiegen. Kein Wunder also, dass Trump die Investition der US-Regierung in das Unternehmen öffentlich lobt.
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