US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping haben sich am Donnerstag in Südkorea getroffen, um die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Großmächten zu stabilisieren.
Das Treffen findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die steigenden Zölle zwischen den USA und China weltweit für Nervosität sorgen – und der Kryptomarkt in diesem Monat einen deutlichen Rückschlag erlitt.
Laut Weißem Haus ist das Treffen inzwischen abgeschlossen
Im Vorfeld zeigte sich Trump ungewöhnlich optimistisch. “Wir haben uns bereits über vieles geeinigt, und wir werden jetzt noch ein paar Punkte hinzufügen,” sagte er in einem vom Weißen Haus auf X geteilten Video. “Ich glaube, uns steht eine großartige, langfristige Beziehung bevor.”
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus setzt Trump Importzölle erneut als Waffe im Handelskonflikt mit China ein. Die chinesische Gegenmaßnahme – Beschränkungen für die Ausfuhr Seltener Erden – hat die Sorge vor einer Wachstumsabkühlung der Wirtschaft geschürt.
Die Spannungen zwischen beiden Ländern erreichten Anfang Oktober einen Höhepunkt, als neue Zolldrohungen mit einer kräftigen Korrektur bei Bitcoin zusammenfielen. Am 10. Oktober stürzte Bitcoin von über 121.000 Dollar auf unter 103.000 Dollar.
Nach US- und chinesischen Medien wollen beide Länder verhindern, dass der Konflikt zu einem globalen wirtschaftlichen Schock eskaliert. Der Gipfel in Südkorea sollte Klarheit über die Richtung der Handelspolitik schaffen.
Zolldrohung womöglich vom Tisch
Signale aus der US-Regierung deuten darauf hin, dass Trump nicht vorhat, den angekündigten zusätzlichen Einfuhrzoll von 100 Prozent auf chinesische Waren tatsächlich umzusetzen.
China erwägt seinerseits, die Exportbeschränkungen für Seltene Erden zu lockern und womöglich wieder Sojabohnen aus den USA zu importieren – ein Signal, das bereits früher zur Entspannung eingesetzt wurde.
Unsicherheit für Bitcoin-Miner und die KI-Branche
Die Zölle treffen nicht nur traditionelle Industrien, sondern auch schnell wachsende Bereiche wie Krypto-Mining und Künstliche Intelligenz. Viele US-Bitcoin-Miner sind auf Bauteile aus Südostasien angewiesen, wo Länder wie Malaysia inzwischen zu Produktions- und Exportdrehscheiben geworden sind. Die USA erheben derzeit einen Einfuhrzoll von 19 Prozent auf Waren aus Malaysia.
Darüber hinaus haben die chinesischen Exportbeschränkungen für Seltene Erden Sorgen über mögliche Engpässe in der Lieferkette für KI-Hardware geschürt.
Das Treffen zwischen Trump und Xi dreht sich damit nicht nur um Handel, sondern auch um die Fundamente der modernen Wirtschaft – von Chips bis Krypto.
Nun heißt es, auf konkretere Ergebnisse zu warten. Fallen diese positiv aus, könnte das theoretisch wieder als Katalysator für den Markt wirken. Und den könnte Bitcoin derzeit sehr gut gebrauchen, denn der Bitcoin-Kurs steht erheblich unter Druck.
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