Es gibt möglicherweise Hoffnung am Verhandlungstisch zwischen den USA und Iran. Der amerikanische Präsident Donald Trump deutet an, dass „innerhalb von 36 bis 72 Stunden“ eine neue Runde von Friedensgesprächen in Pakistan stattfinden könnte, doch Teheran hält sich bisher zurück.
Wird Freitag der entscheidende Tag?
Trump hat der New York Post mitgeteilt, dass eine zweite Verhandlungsrunde „in den nächsten 36 bis 72 Stunden“ stattfinden könnte. Diese Ankündigung erfolgt kurz nachdem er den Waffenstillstand einseitig verlängerte, etwa sieben Stunden bevor das Abkommen auslaufen sollte.
Die Verlängerung kam auf Ersuchen des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir zustande. Pakistan vermittelt seit Beginn des Konflikts zwischen Washington und Teheran und laut einem Insider hält der Waffenstillstand „trotz der aufgeheizten Rhetorik, was auf positive Absichten beider Seiten hindeutet“.
Trump erklärte am Montag, dass er den Waffenstillstand nicht verlängern wollte und drohte, dass „eine Menge Bomben“ fallen würden, falls keine Einigung erzielt wird. Zudem ließ er ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschießen und hält seine Hafenblockade aufrecht.
Irans Spitzenpolitiker bezeichnen die Blockade wiederum als „Kriegsverbrechen“ und warnen vor „neuen Spielregeln auf dem Schlachtfeld“.
Tage lang kursierten Berichte, dass Iran und die USA heute wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren könnten, jedoch ist daraus nichts geworden. Iran ist erst bereit, über ein mögliches Friedensabkommen zu sprechen, wenn die USA ihre „Politik des Drucks und der Drohungen“ einstellen. Die Blockade der US-Marine wird als „Kriegsverbrechen und Bruch des Waffenstillstands“ bezeichnet.
Die erste Verhandlungsrunde Mitte April verlief ergebnislos. Iran und die USA gerieten wegen des iranischen Atomprogramms und der Kontrolle über die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt, in Konflikt.
Teheran äußert offen Zweifel
Iran selbst zeigt sich deutlich skeptischer. Das iranische Außenministerium wirft Washington ein Fehlverhalten bei früheren Verhandlungen vor und erklärt, dass noch keine Entscheidung über die Teilnahme getroffen wurde, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim.
Laut einem Analysten, der mit den diplomatischen Kreisen Pakistans vertraut ist, liegt es an Iran selbst. „Weitere Verhandlungen werden nicht stattfinden, bis Teheran mit einem einheitlichen Vorschlag aufwartet, der den Konsens seiner Führung widerspiegelt“, so die Quelle.
In Iran ist die Macht zwischen der gewählten Regierung, dem Wächterrat, dem Nationalen Sicherheitsrat und den Revolutionsgarden aufgeteilt.
Trump verkündet schon länger, dass der Krieg mit Iran bald beendet sei, und darauf setzen derzeit auch viele Anleger. Bitcoin (BTC) hat heute erstmals seit dem 3. Februar die Marke von 79.000 Dollar überschritten. Die Aktienmärkte zeigen sich ebenfalls stark.
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