Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass er die Gespräche über die nukleare Rüstungskontrolle mit Russland und China wiederbeleben möchte. Sein Ziel ist es, ein Abkommen zu erreichen, bei dem die Verteidigungshaushalte der drei Großmächte halbiert werden.
Während eines Presseauftritts im Weißen Haus äußerte Trump seine Besorgnis über die enormen Ausgaben für nukleare Waffen und schlug vor, dieses Geld produktiver einzusetzen.
„Es gibt keinen Grund, neue Atomwaffen zu bauen“
Trump kritisierte die Hunderten Milliarden Dollar, die die Vereinigten Staaten in die Modernisierung ihres nuklearen Arsenals investieren.
„Es gibt keinen Grund, brandneue Atomwaffen zu bauen. Wir haben schon so viele“, sagte er. „Man könnte die Welt 50 Mal zerstören, 100 Mal. Und hier sind wir, bauen neue Atomwaffen, während sie das auch tun.“
Laut Trump ist das Wettrüsten unnötig und eine Verschwendung von Ressourcen. Er plädierte dafür, dass die drei Länder zusammenarbeiten, um ihre militärischen Ausgaben drastisch zu senken. Sein Vorschlag: Sobald die Situation im Nahen Osten und in der Ukraine stabilisiert ist, möchte er ein Gipfeltreffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin organisieren, um über eine Halbierung der Verteidigungshaushalte zu verhandeln.
Historischer Kontext und aktuelle Spannungen
Während seiner ersten Amtszeit versuchte Trump bereits, China in Gespräche über nukleare Abrüstung einzubeziehen, während die USA und Russland über die Verlängerung des New-START-Vertrags verhandelten. Dieser Vertrag, der darauf abzielt, die Zahl der Atomwaffen zu begrenzen, wurde später von Russland unter der Regierung von Joe Biden ausgesetzt. Inzwischen erneuern sowohl die Vereinigten Staaten als auch Russland ihre nuklearen Arsenale, was die geopolitischen Spannungen weiter verstärkt.
Trump warnte zudem, dass China innerhalb von fünf bis sechs Jahren über ein nukleares Arsenal verfügen werde, das mit dem der USA und Russlands vergleichbar ist. „Wenn diese Waffen jemals eingesetzt werden, wird das wahrscheinlich das Ende bedeuten“, fügte er hinzu.
Trump will Russland wieder in die G7 aufnehmen
Neben seiner Vision für nukleare Abrüstung äußerte sich Trump auch zur geopolitischen Stellung Russlands. Er sprach sich dafür aus, Russland nach seiner Ausschluss im Jahr 2014 aufgrund der Annexion der Krim wieder in die G7 aufzunehmen.
„Ich denke, es war ein Fehler, Russland hinauszuwerfen“, sagte Trump.
Während seiner ersten Präsidentschaft versuchte er bereits, Russland wieder in die G7 aufzunehmen, aber dieser Vorschlag stieß damals auf wenig Unterstützung bei anderen westlichen Führern. Dennoch scheint Trump entschlossen zu sein, die Beziehungen zu Russland zu verbessern.
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