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Die südafrikanische Finanzbehörde (SARS) hat neue Richtlinienentwürfe zur Besteuerung von Kryptoassets veröffentlicht. Neue Steuern führt der Fiskus damit nicht ein. Die Entwürfe präzisieren jedoch, wie die bestehenden Steuervorschriften auf Kryptobestände und Transaktionen anzuwenden sind. Sie sollen mehr Rechtssicherheit für die Millionen Südafrikaner schaffen, die in Krypto investieren.

Die Steuer hängt von der Nutzung der Kryptoassets ab

Nach Angaben von SARS können nahezu alle Transaktionen mit Krypto steuerlich relevant sein. Das gilt nicht nur für den Kauf und Verkauf von Coins, sondern auch für Tauschgeschäfte und Zahlungen mit Krypto. In all diesen Fällen kann ein steuerpflichtiger Vorgang vorliegen.

Eine pauschale Regel für alle Anleger gibt es jedoch nicht. Die steuerliche Behandlung hängt von der persönlichen Situation ab, vor allem davon, wie jemand seine Kryptoassets nutzt.

Dabei prüft die Finanzbehörde unter anderem die Absicht des Anlegers. Wer regelmäßig mit Krypto handelt, kann steuerlich anders eingestuft werden als jemand, der seine Coins über Jahre als Anlage hält. Auch die Transaktionshistorie, die Handelsfrequenz und der Zweck der Investition spielen eine Rolle.

Nach Einschätzung von SARS kann sich diese Absicht zudem ändern. Deshalb wird jeder Fall einzeln bewertet.

Krypto bleibt ein immaterieller Vermögenswert

Die Richtlinienentwürfe bestätigen außerdem, dass Krypto für den südafrikanischen Fiskus weder gesetzliches Zahlungsmittel noch Fremdwährung ist. Kryptoassets gelten steuerlich weiterhin als immaterielle Vermögenswerte.

Diese Einstufung bestimmt, wie Gewinne und Verluste besteuert werden. Auch Schenkungen von Krypto können steuerpflichtig sein. Je nach Wert der Schenkung kann darauf ein Steuersatz von 20 bis 25 Prozent anfallen.

Millionen Südafrikaner könnten betroffen sein

Die neuen Leitlinien sind für eine große Gruppe von Anlegern relevant. Nach Zahlen von SARS aus dem Jahr 2024 besitzen mindestens 5,8 Millionen Südafrikaner Kryptoassets. Damit zählt das Land zu den größten Kryptomärkten Afrikas.

Daten des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis zeigen zudem, dass Südafrika im untersuchten Zeitraum Krypto im Wert von rund 26 Milliarden Dollar erhielt. Vor allem institutionelle und professionelle Anleger standen für einen großen Teil des Handelsvolumens. Der Bericht wertet das als Hinweis auf einen zunehmend reiferen Kryptomarkt.

Die Leitlinien liegen vorerst nur als Entwurf vor. Interessierte Kreise können im Rahmen der öffentlichen Konsultation bis einschließlich 31. August Stellung nehmen. Danach entscheidet SARS, welche Anmerkungen berücksichtigt werden, bevor die endgültige Fassung veröffentlicht wird.

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