Präsident Donald Trump hat den iranischen Gegenvorschlag für einen Waffenstillstand abgelehnt. Bei einem Osterempfang im Garten des Weißen Hauses bezeichnete er das Angebot als „bedeutend, aber nicht ausreichend“.
Trump erklärte, dass der Konflikt schnell beendet werden könne, wenn der Iran „tut, was nötig ist“. Die Frist für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus endet am Dienstag um 20:00 Uhr US-Zeit, was Mittwoch um 02:00 Uhr deutscher Zeit entspricht.
Iran lehnt befristeten Waffenstillstand ab
Iran hat am Montag ein Angebot für einen 45-tägigen befristeten Waffenstillstand abgelehnt. Der Plan, ausgearbeitet von Pakistan, der Türkei und Ägypten, umfasste unter anderem einen sofortigen Waffenstillstand, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und Beschränkungen für das iranische Atomprogramm.
Teheran wies das Angebot ab, da ein befristeter Waffenstillstand den Gegnern nach Ansicht der Behörden die Möglichkeit gebe, sich neu zu formieren. Stattdessen fordert Iran ein dauerhaftes Kriegsende, die Aufhebung der Sanktionen, Sicherheitsgarantien und finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau beschädigter Infrastruktur. Diese Bedingungen sind für Washington und Israel schwer zu akzeptieren.
Iran übermittelte seine Antwort über Pakistan und formulierte dabei eine Reihe eigener Forderungen, darunter neue Vereinbarungen über die Passage durch die Straße von Hormus und eine umfassendere Deeskalation in der Region.
Trump droht mit Angriffen auf Infrastruktur
Trump machte während seiner Pressekonferenz deutlich, dass er die Frist diesmal wahrscheinlich nicht erneut verlängern wird. Er drohte mit Angriffen auf iranische Brücken, Kraftwerke und andere kritische Infrastruktur, sollte Teheran seinen Forderungen nicht zustimmen. „Wenn sie nicht einlenken, haben sie bald keine Brücken mehr“, sagte er gegenüber Journalisten.
Zuvor hatte er bereits gewarnt, dass Iran „in die Steinzeit zurückversetzt“ werden könnte. Die Drohungen richten sich ausdrücklich gegen zivile Infrastruktur, was laut Rechtsexperten möglicherweise gegen internationales Recht verstößt.
Aus Iran kam umgehend eine Reaktion. Ein Berater des obersten Führers warnte, dass Teheran in diesem Fall die Energieinfrastruktur von Golfstaaten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Saudi-Arabien als Vergeltung angreifen werde.
Ölpreise steigen während Pressekonferenz
Die Märkte reagierten sofort auf Trumps Äußerungen. Der Preis für WTI-Öl stieg während der Pressekonferenz von 112 auf etwa 114 Dollar pro Barrel.
Die Kombination aus abgelehntem Waffenstillstand, nahender Frist und anhaltenden militärischen Spannungen hält die Energiemärkte fest im Griff.
Anleger rechnen mit zwei Szenarien: einem plötzlichen Durchbruch in den nächsten 24 Stunden oder einer weiteren Eskalation, die den Ölpreis auf noch höhere Niveaus treiben könnte. Die kommende Nacht könnte dafür entscheidend sein.
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