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Donald Trump erklärte, dass die Vereinigten Staaten in einer Art Mission à la James Bond geholfen haben, mehr als 100 Millionen Barrel Öl durch die Straße von Hormus zu transportieren. Laut dem US-Präsidenten gab er dem Militär im letzten Monat den Befehl, eine geheime Operation durchzuführen. Diese sollte kommerzielle Schiffe unterstützen, sicher durch die Seestraße zu navigieren, trotz der Blockade und der Spannungen mit Iran.

Trump behauptet, dass die US-Streitkräfte mittlerweile 200 Handelsschiffen und mehr als 100 Millionen Barrel Öl durch Hormus geholfen haben.

Bemerkenswert ist, dass der US-Energieminister Chris Wright am Mittwoch während einer Kongressanhörung erklärte, er sei nicht darüber informiert, dass die USA Millionen Barrel Öl aus dem Iran abtransportiert haben, nachdem Präsident Donald Trump dies behauptet hatte.

„Amerika kontrolliert Hormus“

Auf Truth Social behauptete Trump, die Operation sei „enorm erfolgreich“ gewesen. Seiner Meinung nach beweise dies, dass nicht Iran, sondern die Vereinigten Staaten die Straße von Hormus kontrollieren.

Diese Aussage ist von Bedeutung. Hormus ist einer der strategisch wichtigsten Engpässe weltweit. Vor dem Krieg passierten täglich etwa 20 Millionen Barrel Öl und Ölprodukte diese Route. Das entspricht etwa 20 Prozent der globalen Ölversorgung.

Seit dem amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran am 28. Februar ist der Schiffsverkehr durch Hormus jedoch eingebrochen. Iran reagierte mit Angriffen auf Schiffe und dem Legen von Seeminen, wodurch die Route effektiv weitgehend geschlossen wurde.

Warum der Ölpreis niedriger blieb

Trump sagt, die geheime Operation sei ein wesentlicher Grund dafür, dass Öl bei etwa 90 Dollar pro Barrel gehandelt wird und nicht auf über 200 Dollar gestiegen ist.

Das ist eine bemerkenswerte Behauptung. Wenn tatsächlich mehr Öl durch Hormus fließt, als öffentlich sichtbar ist, könnte das erklären, warum der Ölmarkt weniger extrem reagiert, als man angesichts der Blockade erwarten würde.

JPMorgan wies letzte Woche bereits auf diese Möglichkeit hin. Die Bank schätzte, dass möglicherweise etwa 2 Millionen Barrel pro Tag durch Hormus transportiert werden, über Tanker, die ihre Transponder ausgeschaltet haben.

Risiko einer Eskalation bleibt hoch

Dennoch bleibt die Lage gefährlich. US-Truppen sagen, dass sie auf iranische Angriffe auf Handelsschiffe reagieren. Laut Außenminister Marco Rubio sind iranische Drohnen ungenau und können jeden Teil eines Schiffes treffen.

Das schafft nicht nur ein militärisches, sondern auch ein ökologisches Risiko. Ein Angriff auf einen Öltanker könnte zu einer Katastrophe auf See führen.

Schießt Iran nicht auf Schiffe, schießen die Vereinigten Staaten nicht. Aber wenn Iran Handelsschiffe angreift, reagiert Washington, so Rubio.

Damit bleibt Hormus ein Ort, an dem ein einziges Ereignis ausreichen könnte, um die Ölpreise erneut stark ansteigen zu lassen.

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