Donald Trump, der designierte Präsident der Vereinigten Staaten, erwägt einen einzigartigen Schritt: die Schaffung einer speziellen Position im Weißen Haus, die sich ausschließlich auf die Kryptopolitik konzentriert. Dies berichtete Bloomberg am 20. November. Sollte der Plan umgesetzt werden, wäre dies die erste krypto-spezifische Rolle in der US-Regierung – ein deutliches Signal für die prominente Rolle, die die Branche unter seiner Präsidentschaft spielen könnte.
Überlegungen für eine Krypto-Position
Laut Bloomberg führt Trumps Team Gespräche mit Führungspersönlichkeiten der Kryptoindustrie, um zu erörtern, ob eine solche Funktion notwendig ist und wer der geeignete Kandidat sein könnte. Diese Gespräche finden unter anderem in Mar-a-Lago, Trumps Residenz in Florida, statt.
Es ist noch unklar, ob die Position eine offizielle Rolle im Weißen Haus oder eher ein „Krypto-Zar“ sein wird, der die Politik zwischen Bundesbehörden koordiniert. Branchenvertreter plädieren jedoch dafür, dass die Person direkt an Trump berichtet. Die Position würde ein kleines Team leiten und die Kommunikation zwischen dem Weißen Haus, dem Kongress und Behörden wie der Securities and Exchange Commission (SEC) sowie der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) vereinfachen.
Große Namen und Pläne
Am 19. November trafen sich prominente Persönlichkeiten der Branche, darunter Coinbase-CEO Brian Armstrong und der ehemalige Coinbase-Führungskraft Brian Brooks, mit Trump, um das Konzept weiter zu diskutieren. Das Übergangsteam von Trump erwägt außerdem, aktuelle und ehemalige CFTC-Beamte als neue Leiter der Finanzaufsicht zu ernennen.
Ein häufig genannter Name ist Summer Mersinger, eine republikanische CFTC-Kommissarin, die für ihre pro-krypto Haltung bekannt ist. Mersinger hat zuvor die „Regulierung durch Durchsetzung“-Strategie der CFTC kritisiert und setzt sich für ein freundlicheres Vorgehen gegenüber Kryptounternehmen ein.
Pro-Krypto-Besetzungen und Marktreaktionen
Trump hat bereits Schritte unternommen, um pro-krypto Persönlichkeiten in sein Kabinett zu holen. So ernannte er Howard Lutnick, CEO von Cantor Fitzgerald und ein überzeugter Befürworter von Kryptowährungen, zum Handelsminister.
Trumps Wiederwahl hat auch die Kryptomärkte beeinflusst. So überschritt die Aktie von Coinbase im November erstmals seit 2021 die 300-Dollar-Marke. Laut Michael Miller, Aktienanalyst bei Morningstar, ist dieser Anstieg teilweise auf die Erwartung zurückzuführen, dass die neue Trump-Regierung weniger Druck auf Kryptounternehmen ausüben wird.
„Mit Trump an der Spitze wird die Kryptoindustrie wahrscheinlich weniger regulatorische Hindernisse erleben, was Unternehmen wie Coinbase zugutekommt, die aktiv gegen die SEC kämpfen,“ erklärte Miller.
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