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Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist eingebrochen, nachdem das Unternehmen Strategy seinen Bitcoin-Verkauf bekanntgegeben hatte. Zudem stockt die Investitionsmaschine von Michael Saylor, was bedeutet, dass andere Käufer einspringen müssen, warnt Grayscale.

Strategys Kapitalfluss stockt

„Andere Käufer müssen eingreifen, um dem Bitcoin-Preis eine nachhaltige Basis zu geben“, warnt Zach Pandl, Leiter der Forschung bei der Krypto-Vermögensverwaltung Grayscale, in einer Notiz.

Am vergangenen Montag kündigte Strategy, der weltweit größte institutionelle Bitcoin-Besitzer, den Verkauf von 32 BTC im Wert von 2,5 Millionen Dollar an. Damit sinkt der Bestand auf 843.706 Bitcoins, die derzeit fast 53 Milliarden Dollar wert sind.

Nur 0,004 Prozent des Bestands wurden verkauft, doch dies setzte in einem bereits von Unsicherheiten rund um den Iran-Krieg geprägten Markt ein Zeichen. Der Bitcoin-Kurs ist daraufhin um über 15 Prozent gefallen.

Und Strategy kann momentan nicht selbst eingreifen. STRC, eine Vorzugsaktie, mit der das Unternehmen den Großteil seiner Bitcoin-Käufe finanziert, liegt deutlich unter dem Niveau von 100 Dollar (genau bei 95,42 Dollar).

Gerade diese 100 Dollar sind entscheidend. Strategy nimmt Kapital auf, indem es neue STRC-Aktien zu diesem Preis verkauft. Aber wer zahlt 100 Dollar, wenn dieselbe Aktie an der Börse nur 95 Dollar kostet? Unter 100 Dollar versiegt der Zufluss frischen Kapitals. Ohne frisches Kapital können keine neuen Bitcoins gekauft werden.

„Kurz gesagt, das Hebelmodell von Strategy steht unter Druck, was die Volatilität des BTC-Marktes insgesamt erhöht hat“, schreibt Pandl.

Nicht alle sehen ein Problem. Der Krypto-Kommentator Scott Melker bezeichnet den Rückgang als ganz normal für eine Vorzugsaktie.

„Ein Rabatt von 5 Prozent auf den Nennwert ist kein Beweis dafür, dass etwas kaputt ist“, schrieb er. „Es ist ein Beweis dafür, dass Investoren eine höhere Rendite verlangen, Risiko einpreisen oder auf Marktbedingungen reagieren, genau das, was Vorzugsaktien tun.“

Kritiker wie Peter Schiff sehen hingegen Gefahr. Strategy muss jährlich fast 1,7 Milliarden Dollar an Dividenden aufbringen, und der Softwarebereich deckt das bei weitem nicht. Fällt STRC weiter, muss das Unternehmen die Ausschüttung erhöhen und schneller auf seine Rücklagen zugreifen, möglicherweise mit weiteren Bitcoin-Verkäufen als Folge.

Ausgabe gewöhnlicher Aktien wirkt sich jetzt negativ aus

Früher nahm Strategy vor allem Kapital durch die Ausgabe normaler MSTR-Aktien auf, doch das wirkt sich jetzt nachteilig aus. Der Börsenwert des Unternehmens liegt nämlich unter dem Wert der Bitcoin-Reserven.

Der sogenannte mNAV (Market Net Asset Value) liegt bei 0,87, zeigt Saylortracker. Der Markt zahlt also 87 Cent für jeden Dollar an Bitcoin in der Bilanz.

Gibt man neue Aktien aus, um Bitcoins zu kaufen, verkauft man faktisch einen Dollar an Bitcoin für 87 Cent. Die bestehenden Aktionäre halten dadurch weniger Bitcoin pro Aktie: Ihr Anteil verwässert. Strategy hat daher angekündigt, unter diesem Niveau keine gewöhnlichen Aktien auszugeben.

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