Iran hat Seeminen in der Straße von Hormus platziert, einer der wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Das berichten US-Geheimdienste laut CNN. Der amerikanische Präsident Donald Trump reagiert scharf und fordert die sofortige Entfernung der Minen. Die Spannungen in der Region nehmen weiter zu, während auch der globale Ölmarkt unruhig reagiert.

Quellen innerhalb der US-Regierung berichten, dass es sich vorerst um einige Dutzend Minen handelt. Analysten befürchten jedoch, dass Iran noch erheblich mehr einsetzen könnte, wodurch eine der wichtigsten Energierouten der Welt ernsthaft bedroht wird.

Iran platziert Minen entlang kritischer Ölroute

Die Straße von Hormus ist die einzige Seewegverbindung zwischen dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean. Etwa ein Fünftel des weltweit transportierten Rohöls passiert diese enge Durchfahrt.

Laut US-Geheimdiensten hat Iran in den vergangenen Tagen mehrere Seeminen in dem Gebiet platziert. Derzeit handelt es sich um einige Dutzend Sprengsätze. Iran verfügt jedoch noch über den Großteil seiner kleinen Boote und Minenleger, was dem Land theoretisch die Möglichkeit gibt, Hunderte von Minen einzusetzen.

Militäranalysten warnen, dass schon eine kleine Anzahl von Minen erhebliche Auswirkungen haben kann. Eine einzelne Mine kann ein Schiff schwer beschädigen oder sogar zum Sinken bringen.

Die Iranische Revolutionsgarde soll zudem über eine umfassendere Strategie verfügen, um die Durchfahrt zu blockieren. Dabei könnte Iran explosive Boote und Raketen von der Küste aus einsetzen.

USA greifen iranische Schiffe an

Die Vereinigten Staaten reagierten nahezu umgehend. Laut dem US Central Command (CENTCOM) wurden mehrere iranische Schiffe zerstört, die am Legen der Minen beteiligt gewesen sein sollen.

Insgesamt sollen sechzehn Schiffe ausgeschaltet worden sein. Auch wurden nach Angaben des Pentagon Lagerstätten für Seeminen angegriffen.

Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schrieb auf X, dass die Operation auf Anweisung von Donald Trump durchgeführt wurde. Ihm zufolge wird Washington nicht zulassen, dass die strategische Seestraße in Geiselhaft genommen wird.

Trump selbst reagierte zuvor über Truth Social mit einer klaren Warnung. Sollte Iran tatsächlich Minen gelegt haben und diese nicht entfernen, werde das Land seiner Aussage nach Konsequenzen „von bisher ungeahntem Ausmaß“ zu spüren bekommen.

Erhebliche Auswirkungen für Ölmarkt und Weltwirtschaft

Die Situation sorgt inzwischen für erhebliche Unsicherheit auf dem Energiemarkt. Die Straße von Hormus ist eine zentrale Passage für Öl aus Ländern wie Irak, Kuwait und Saudi-Arabien.

Aktuellen Schätzungen zufolge stecken derzeit täglich fast zwanzig Millionen Barrel Öl in der Region fest, da der Transport über die Route riskant geworden ist. Verschiedene Reedereien haben ihre Schifffahrt vorübergehend eingestellt.

Auch Versicherer erhöhen aufgrund des gestiegenen Risikos ihre Prämien deutlich. Minen stellen dabei ein zusätzliches Problem dar, da sie schwer zu erkennen sind und manchmal abdriften.

Die Spannungen führen zudem zu starken Schwankungen auf dem Ölmarkt. Der Ölpreis bewegte sich in den letzten Tagen stark und stieg zunächst über neunzig Dollar pro Barrel, bevor er wieder in Richtung achtzig Dollar fiel.

Unterdessen erwägen große Wirtschaftsnationen innerhalb der G7, zusätzliches Öl aus strategischen Reserven freizugeben, um mögliche Engpässe auszugleichen.

Weißes Haus sieht drei bis vier Wochen Puffer

Laut Politico ist die Trump-Regierung der Ansicht, dass ein vorübergehender Anstieg des Ölpreises vorerst noch kein großes politisches Problem darstellt. Quellen aus dem Umfeld des Weißen Hauses sagen, dass die Regierung etwa drei bis vier Wochen Zeit habe, bevor die hohen Energiepreise wirklich Druck auf die amerikanische Politik ausüben würden.

Diese Zuversicht wurde dadurch gestärkt, dass der Ölpreis am Dienstag wieder auf etwa 80 Dollar pro Barrel gefallen ist, nachdem er am Wochenende noch bei rund 120 Dollar gelegen hatte. Innerhalb der Regierung herrscht daher die Meinung vor, dass die aktuellen Schwankungen auf dem Ölmarkt möglicherweise nur vorübergehend si

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