Am 26. Dezember führte ein technischer Fehler in den Daten von TradingView zu kurzzeitigem Chaos auf dem Kryptomarkt. Die Marktdominanz von Bitcoin (BTC) wurde fälschlicherweise als 0% angezeigt, was zu heftigen Reaktionen von Händlern und einem vorübergehenden Preisrückgang führte. Mittlerweile haben sich sowohl die Dominanz als auch der Bitcoin-Preis wieder auf normale Niveaus erholt.

Panik durch Fehler in TradingView
Der Fehler in den Dominanzdaten sorgte für Aufruhr in den sozialen Medien, als Händler berichteten, dass die Bitcoin-Dominanz auf 0% gefallen sei. Dieser Fehler wurde jedoch schnell auf 58,97% korrigiert. Gleichzeitig fiel der Preis von Bitcoin um 4,8%, auf einen Tiefststand von 95.000 $. Nach der Korrektur stabilisierte sich der Kurs bei etwa 95.300 $, was einen Rückgang von 2,54% über 24 Stunden darstellt.
Während dieses Vorfalls wurden laut CoinGlass innerhalb von vier Stunden Long-Positionen im Wert von 33 Millionen $ liquidiert. Insgesamt beliefen sich die Liquidationen des Tages auf 57,46 Millionen $, was einen Höhepunkt bei Panikverkäufen aufgrund des technischen Fehlers zeigt.

Marktreaktionen
Marc Bernegger, Mitbegründer von AltAlpha Digital, erklärte, dass der Fehler eine große Rolle bei der Erhöhung der Volatilität spielte. „Der Fehler bei TradingView verstärkte die Unsicherheit, wodurch Händler in Panik verkauften“, so Bernegger. Analyst Lin wies zudem auf den Einfluss institutioneller Verkäufe hin, wie zum Beispiel die Abflüsse von 338 Millionen $ aus Bitcoin-ETFs an Weihnachten. Diese Ereignisse führten laut Lin zu einem Zusammenspiel von Panik und strategischen Gewinnmitnahmen auf einem Markt mit niedriger Liquidität.
Technische Analyse: Widerstand und Unterstützung
Nach dem Fehler bewegte sich Bitcoin in einer engen Spanne von 95.000 $ bis 96.000 $. Analysten erkennen starken Widerstand bei 97.000 $, während wichtige Unterstützung bei 94.700 $ zu finden ist. Der Relative Strength Index (RSI) bleibt neutral, was auf einen ausgeglichenen Markt hinweist. Die Erholung des Kurses und der Dominanz unterstreichen die Fähigkeit von Bitcoin, Störungen zu überwinden.
Starke ETF-Zuflüsse nach dem Vorfall
Trotz der Störung blieb das Interesse an Bitcoin stark. US-Spot-ETFs verzeichneten am 26. Dezember einen Nettozufluss von 475 Millionen $, wodurch der Gesamtbetrag der Zuflüsse auf 35,96 Milliarden $ anstieg. Die FBTC-ETF führte die Liste mit 254 Millionen $ an, gefolgt von ARBK mit 186,9 Millionen $. Auch BlackRocks IBIT ETF zog 56,5 Millionen $ an neuen Investitionen an. Diese Bewegungen deuten darauf hin, dass institutionelle Anleger die Dip-Phase als Einstiegsmöglichkeit nutzten.
Erholung und Ausblick
Nach der anfänglichen Panik kehrte schnell Ruhe auf den Markt zurück. Der Preis von Bitcoin hat sich erholt, während die Dominanz wieder auf einem stabilen Niveau liegt. Mit zunehmendem Interesse aus den ETF-Märkten und einer technischen Konsolidierung scheint Bitcoin auf eine weitere Stabilisierung vorbereitet zu sein, trotz der kurzen Störung, die durch den TradingView-Fehler verursacht wurde. Analysten warnen jedoch weiterhin vor Volatilität in der Feiertagsperiode.
Bitcoin-Kurs fällt nach fünf starken Tagen: Newsbit-Analyst sieht entscheidenden Test
Bitcoin entwickelt sich genau so, wie es der Newsbit-Analyst prognostiziert hatte. Nun steuert der Kurs auf ein Niveau zu, das für die kommende Zeit entscheidend werden dürfte.
Michael Saylor: Bitcoin entwickelt sich gerade dadurch, dass er unverändert bleibt
Saylor zufolge sollte Bitcoin vor allem behutsam weiterentwickelt werden, ohne seine Funktionsfähigkeit zu gefährden. Er erklärt, worin die größte Gefahr liegt.
Krypto am Morgen: Bitcoin-Kurs steigt – am Mittwoch wartet der Test
Bitcoin ist stark in die neue Börsenwoche gestartet und setzt den Schwung der vergangenen Woche fort. Warum steigt der Kurs?
Meistgelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
AI-Prognose: Wie wahrscheinlich ist es, dass XRP bis 2030 auf 20 Dollar steigt?
Das KI-Modell ChatGPT schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen XRP-Kurs von 20 Dollar im Jahr 2030 als gering ein. Die mittlere Prognose liegt deutlich niedriger.
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
