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Der Bitcoin-Kurs hat einige starke Tage hinter sich. Am vergangenen Mittwoch setzte die Erholung ein, nachdem der Kurs unter 58.000 Dollar gefallen war. Inzwischen notiert Bitcoin (BTC) über 63.000 Dollar. Damit gibt es erste vorsichtige Hinweise darauf, dass Bitcoin den Boden dieses Bärenmarkts bereits gesehen haben könnte.

In der vergangenen Woche begann der Bitcoin-Kurs zu steigen, nachdem der Vorsitzende der US-Notenbank, Kevin Warsh, im portugiesischen Sintra erklärt hatte, die Inflation habe wieder etwas nachgelassen. Gemeint war, dass die Inflation seit dem jüngsten Zinsentscheid seiner Notenbank vom Mittwoch, dem 17. Juni, gesunken ist.
Damit hätte die US-Notenbank theoretisch weniger Spielraum für weitere Zinserhöhungen. Nach diesen Aussagen gingen die Erwartungen an Zinserhöhungen im Jahr 2026 wieder leicht zurück. Dadurch geriet der US-Dollar unter Druck, während Anlagen wie Bitcoin und Gold zulegten.
Später in der Woche setzte sich diese Bewegung durch einen schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktbericht fort. Der Beschäftigungsaufbau blieb hinter den Erwartungen zurück. Zugleich lieferte auch das Lohnwachstum keinen zusätzlichen Anlass zur Sorge vor einem erneuten Inflationsschub.
Unter dem Strich war es damit eine Woche, in der die Märkte ihre Sorgen vor möglichen Zinserhöhungen der US-Notenbank etwas reduzierten.
Mit Blick auf das makroökonomische Umfeld dürfte dies eine wichtige Woche für Bitcoin und die Finanzmärkte werden.
Den Auftakt macht heute die Veröffentlichung des ISM Services PMI in den USA. Der Index gilt als wichtiger Gradmesser für die Verfassung des US-Dienstleistungssektors, der mit Abstand den größten Teil der Wirtschaft ausmacht.
Der wichtigste Termin folgt jedoch am Mittwoch um 20.00 Uhr deutscher Zeit. Dann veröffentlicht die US-Notenbank das Protokoll der jüngsten Zinssitzung.
Auch wenn Kevin Warsh möglichst wenig über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank kommunizieren möchte, können die Protokolle Einblicke in die Entscheidungen der Federal Reserve geben.
Die Zinssitzung vom 17. Juni wurde am Markt als ausgesprochen restriktiv gewertet. Am Mittwoch wird sich zeigen, in welchem Ausmaß das tatsächlich zutraf. Für Bitcoin könnte das erhebliche Volatilität bedeuten.
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