Macro-Analyst Julien Bittel von Global Macro Investor sieht den Zusammenbruch der Anleihenzinsen auf dem chinesischen Markt als ein äußerst bullisches Signal für Bitcoin. Andere Analysten sind eher bärisch, aber laut ihm übersehen diese das größere makroökonomische Bild.
Das größere makroökonomische Bild
Der Zusammenbruch der Zinsen auf dem chinesischen Anleihemarkt ist laut Julien Bittel sehr bullisch für die finanziellen Bedingungen. Das ist nicht nur wichtig für China, sondern auch für die Weltwirtschaft insgesamt.
In der untenstehenden Grafik sehen wir den Gesundheitsindikator für die globale Industrie (schwarz), der normalerweise steigt, wenn die Kurse chinesischer Anleihen steigen. Und die Anleihekurse steigen, wenn die Zinsen fallen.

Wie funktioniert das? Angenommen, du hast eine Anleihe mit einer Laufzeit von 10 Jahren, die 5 % Zinsen zahlt, und der Zinssatz sinkt auf 1 %. Dann ist diese Anleihe natürlich mehr wert. Deshalb führen fallende Zinsen zu steigenden Anleihekursen.
Und mit seiner Grafik schlägt Bittel vor, dass fallende Anleihezinsen in China gut für die Weltwirtschaft sind.
Nicht nur gut für die Weltwirtschaft
Der Rückgang der Anleihezinsen wäre nicht nur gut für die Weltwirtschaft.
„Dieser Zusammenbruch der Zinsen ist auch ein entscheidendes Signal für die People’s Bank of China (PBoC). Diese Veränderung gibt der PBoC Handlungsspielraum. Mit den fallenden Zinsen haben sie nun die Flexibilität, ihre Bilanz wieder auszuweiten und der Wirtschaft eine Liquiditätsinjektion zu geben; und das Wirtschaftswachstum zu stützen, ohne die Märkte zu destabilisieren oder Inflationsangst zu erzeugen“, so Bittel.

Mit anderen Worten: Die chinesische Zentralbank könnte laut Bittel die Geldpresse wieder anwerfen.
Und das könnte sich positiv für Bitcoin auswirken.
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